Türkischer Präsident : Erdogan soll bei Özils Hochzeit eingeladen sein

Nach einem Foto-Eklat der beiden trat Mesut Özil aus der deutschen Nationalelf zurück – nun soll Erdogan auf der Hochzeit Özils offenbar Ehrengast werden.

Der frühere Nationalspieler Mesut Özil und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.
Der frühere Nationalspieler Mesut Özil und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan.Foto: Reuters/ Kayhan Ozer/ Presidential Palace

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll auf der Hochzeit des früheren Nationalspielers Mesut Özil als Ehrengast eingeladen sein. Das berichtet die türkische Zeitung Hürriyet. Erdogan und Özil sollen sich am Flughafen in Istanbul getroffen haben. Dort sollen Özil und seine Verlobte Amine Gülse dem türkischen Präsidenten die Einladung zur Hochzeit überreicht haben. Das Foto eines Treffens zwischen Erdogan, Özil und seiner Verlobten ist im Kurznachrichtendienst Twitter zu sehen.

Erdogan und Özil hatten sich bereits zuvor zusammen fotografieren lassen. Das Foto, auf dem Özil und Erdogan im Mai 2018 ein Trikot von Özils Verein FC Arsenal halten, erregte große Aufmerksamkeit. Das Foto war kurz vor der Nominierung des deutschen Nationalmannschaftskaders für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland veröffentlicht worden. Die Aktion hatte eine Debatte über Integration und Rassismus in Gang gesetzt, die auch die WM-Endrunde überlagerte. Wenige Wochen nach dem deutschen Ausscheiden in der Vorrunde trat der Weltmeister aus der Nationalmannschaft zurück.

Seinen Rücktritt hatte er im Juli 2018 auf Twitter publik gemacht. "Mit schwerem Herzen und nach langer Überlegung werde ich wegen der jüngsten Ereignisse nicht mehr für Deutschland auf internationaler Ebene spielen, so lange ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre", schrieb Özil. Er fühle sich vom Deutschen Fußball-Bund und vor allem dessen Präsident Reinhard Grindel schlecht behandelt. "Ich werde nicht länger als Sündenbock dienen für seine Inkompetenz und seine Unfähigkeit, seinen Job ordentlich zu erledigen", betonte Özil an die Adresse von Grindel. (Tsp, mja)

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