UN-Berichtsentwurf : Bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten könnten aussterben

Bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten könnten laut einem UN-Berichtsentwurf "in den kommenden Jahrzehnten" der Umweltzerstörung zum Opfer fallen.

Die Jangtse-Riesenweichschildkröte steht nach dem Tod ihres einzigen bekannten weiblichen Exemplars vor dem Aussterben.
Die Jangtse-Riesenweichschildkröte steht nach dem Tod ihres einzigen bekannten weiblichen Exemplars vor dem Aussterben.Foto: Foto: Uncredited/CHINATOPIX/AP/dpa

Wegen der fortschreitenden Umweltzerstörung sind laut dem Entwurf eines UN-Berichts bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Viele dieser 500.000 bis eine Million Arten drohten "in den kommenden Jahrzehnten" zu verschwinden, heißt in dem Entwurf des Berichts zur weltweiten Artenvielfalt, der der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag exklusiv vorlag.

Zu den Hauptgründen für das drohende Artensterben gehören demnach Landwirtschaft, Abholzung, Bergbau, Fischerei und Jagd, gefolgt von Klimawandel und Umweltverschmutzung. Den alarmierenden Report will die Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES) bei einer Konferenz vorstellen, die am kommenden Montag in Paris beginnt.

150 Experten aus 50 Ländern haben drei Jahre an dem Bericht gearbeitet. Die 130 IPBES-Mitgliedstaaten können noch Änderungen an dem Text vornehmen, ehe sie ihn verabschieden. (AFP)

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