„Verheerende Katastrophe“ in Neuseeland : Vier Deutsche waren bei Vulkanausbruch auf der Insel

Beim Ausbruch des Vulkans in Neuseeland waren 47 Menschen auf der Insel, mindestens acht Menschen werden noch vermisst. Die Besucher kamen aus vielen Ländern.

Rauchender Vulkan von White Island
Rauchender Vulkan von White IslandFoto: Supplied/AUCKLAND RESCUE HELICOPTER TRUST/AAP/dpa

Zur Zeit des Vulkanausbruchs in Neuseeland haben sich 47 Menschen auf "White Island" aufgehalten, darunter 4 Deutsche. 31 Menschen seien durch den Ausbruch des Vulkans verletzt worden, fünf starben, teilte die Polizei mit. Mindestens acht Menschen werden noch vermisst, die Polizei geht inzwischen nicht mehr davon aus Überlebende auf der Insel zu finden.

Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einer „verheerenden Katastrophe“. Der Regierungschefin zufolge kommen die Toten und Verletzten aus Neuseeland, Australien, den USA, China, Malaysia und Deutschland.

Von den Verletzten erlitten 27 schwerste Verbrennungen von mehr als 71 Prozent ihrer Körperoberfläche. Sie werden in auf Verbrennungen spezialisierten Krankenhäusern intensivmedizinisch versorgt, voraussichtlich werden nicht alle ihre schweren Verletzungen überleben, gab die Regierung bekannt.

Die Polizei will nun den Hergang der Katastrophe ermitteln. Dabei geht es auch um die Frage, ob Todesfälle und Verletzungen hätten vermieden werden können.

Vulkanausbruch in Neuseeland – die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Mindestens fünf Menschen sind tot, acht Personen werden noch vermisst.
  • Insgesamt waren beim Vulkanausbruch 47 Menschen auf der Insel, darunter vier Deutsche
  • 31 Menschen sind verletzt, viele von ihnen haben schwerste Verbrennungen.
  • Die Rettungskräfte können die Insel derzeit nicht genauer absuchen.
  • Die Behörden hatten zuvor den Vulkanlevelalarm angehoben.

Unter den Todesopfern sind nach Medienberichten auch zwei ausgebildete Führer, die die Gruppe am Montag auf die Insel begleiteten. Der Vulkan von White Island – etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt im Pazifik – ist Neuseelands aktivster Vulkan.

Trotz verstärkter Aktivität war er auch in den vergangenen Wochen immer wieder Ziel von Ausflugsbooten. Pro Jahr wird die Insel von etwa 10.000 Menschen besucht. Zu Kritik an den Rettungsarbeiten sagte ein Polizeisprecher: „Wir glauben absolut, dass jeder, der am Montag von der Insel gebracht werden konnte, auch gerettet wurde.“ (Reuters, dpa)

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