Wetter am Wochenende : Im Osten und Süden wird es richtig heiß

Wer es richtig warm mag, ist in den nächsten Tagen in Ost- und Süddeutschland richtig. Wie in Brandenburg steigt hier aber auch die Unwettergefahr.

Die Fontänen des Brunnen im Berliner Lustgarten sprudeln.
Die Fontänen des Brunnen im Berliner Lustgarten sprudeln.Foto: Paul Zinken/dpa

Mit Werten um die 35 Grad wird dieses Wochenende in Deutschland eines der bislang wärmsten in diesem Jahr. Bereits am Freitag soll laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in zahlreichen Städten die 30-Grad-Marke geknackt werden, unter anderem in Berlin, Dresden, Passau und Regensburg. Am Samstag soll es sogar noch etwas wärmer werden, etwa in der Lausitz, wo zum Teil 35 Grad erwartet werden.

Ob dieses Wochenende sogar das bislang wärmste in diesem Jahr wird, konnte ein DWD-Meteorologe nicht sagen, da es im Westen und Norden deutlich kühler werde als im Osten. In der Eifel und im Saarland werden demnach Freitag Spitzenwerte um die 23 Grad erwartet, an der Nordsee sogar teilweise unter 20 Grad.

Unter anderem am Niederrhein und der Ems könnte es dem Experten zufolge schon am Freitagnachmittag schauerartige Regenfälle geben. In den Abendstunden zum Start ins Wochenende steige die Unwettergefahr, etwa in Sachsen und Brandenburg.

Landwirte sehen im Klimawandel eine zunehmende Gefahr. „Extremwetterereignisse in die eine oder andere Richtung“ bedrohten die landwirtschaftliche Produktion, sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands (DBV), Bernhard Krüsken, in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. „Das kann ein Dürresommer sein, aber das kann auch Hagelschlag, Frost und Starkregen sein“, sagte Krüsken.

„Das ist ja auch das Besondere beim Klimawandel, dass die Extremwettereignisse, die immer schon da waren und mit denen wir immer schon umgegangen sind, jetzt wesentlich stärker ausgeprägt sind und wesentlich länger anhalten.“ Das Ausmaß habe eine neue Qualität.

Lob äußerte Krüsken für Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) für eine geringere Steuer auf Dürreversicherungen. Demnach soll noch in diesem Jahr das Risiko Dürre in den Anwendungsbereich des ermäßigten Steuersatzes von 0,3 Promille der Versicherungssumme aufgenommen werden. Derzeit sind es 19 Prozent Steuer auf die Prämie. (dpa)

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