Am Tag des Gedenkens an NS-Opfer : Homosexuellen-Denkmal im Tiergarten beschädigt

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Tiergarten wurde beschädigt. Der Staatsschutz ermittelt.

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Am Sonntag fand hier ein stilles Gedenken statt.
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Am Sonntag fand hier ein stilles Gedenken statt.Foto: RubyImages/F. Boillot

Im Tiergarten wurde eine Gedenkstätte beschädigt. Am Sonntagabend gegen 20.40 Uhr entdeckte ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes schwarze Sprühfarbe auf der Scheibe des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in der Ebertstraße. Hinter der Scheibe läuft ein Film mit einer Kuss-Szene.

Einige Stunden zuvor fand an dem Denkmal noch ein stilles Gedenken statt. Eingeladen hatten der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. (Tsp)

Warum erzeugt das Erinnern an marginalisierte Gruppen wie Homosexuelle Hass? Das ist eine der Fragen, die die Historikerin Stefanie Schüler-Springorum in einem Interview über das vorurteilsbehaftete Erinnern an homosexuelle NS-Opfer beantwortet. Das Interview lesen Sie hier.

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