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Berlin-Neukölln : Homofeindlicher Angriff auf zwei Männer - ein Libanese gefasst

Erneut gab es in Neukölln einen homofeindlichen Angriff auf zwei Männer: Einer der drei Angreifer wurde gefasst - er ist ein 18 Jahre alter Libanese.

Florian Schumann
Ein Funkstreifenwagen im Einsatz (Archivbild).
Ein Funkstreifenwagen im Einsatz (Archivbild).Foto: dpa

Nach Polizeiangaben sind zwei Männer am Donnerstagnachmittag in Neukölln homophob beleidigt und attackiert worden. Die Männer im Alter von 33 und 44 Jahren seien gegen 17.25 Uhr in der Mainzer Straße Ecke Boddinplatz unterwegs gewesen, als drei Unbekannte auf sie zugekommen seien und sie lautstark homophob beleidigt hätten. Danach sollen die drei Männer das Duo mit Kleinpflastersteinen beworfen haben. Diese verfehlten die Männer, beschädigten jedoch ein Toilettenhäuschen.

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Die Täter konnten zunächst entkommen. Wenig später riefen Zeugen des Angriffs die Polizei erneut zum Boddinplatz, weil sie einen der Täter wiedererkannt hatten. Die Beamten nahmen die Personalien des verdächtigen 18-Jährigen auf und entließen ihn danach. Es handelt sich nach Tagesspiegel-Informationen um einen Libanesen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Angriffe von jungen Migranten und Rechtsradikalen

In Neukölln war es in den letzten Jahren mehrfach zu homophoben Attacken gekommen. Die Täter sind meist junge Männer mit Migrationshintergrund oder deutsche Rechtsradikale. Zuletzt war im März ein Mann von zwei Jugendlichen angegriffen und mit einem Messer verletzt worden.

Gegen Homophobie, Diskriminierung und Gewalt wird am Sonnabend demonstriert. Unter dem Motto „Tuntenspaziergang Neukölln – Wir sind queer, wir sind hier!“ zieht die Demo ab 18 Uhr von der Anzengruberstraße entlang der Sonnenallee zum Hermannplatz.

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