Diversity in der Politik : Berliner CDU will Lesben und Schwule in der Partei stärken

Die Interessenvertretung LSU soll den gleichen Status bekommen wie etwa die Junge Union. Das will der Landesverband beim Bundesparteitag beantragen.

Flagge zeigen vor dem Konrad-Adenauer-Haus. Die LSU bezeichnete den Schritt als "längst überfällig".
Flagge zeigen vor dem Konrad-Adenauer-Haus. Die LSU bezeichnete den Schritt als "längst überfällig".Foto: Klaus Martin Höfer / Imago

Die Berliner CDU will die Position der Interessenvertretung Lesben und Schwule in der Union (LSU) stärken und dazu das Parteistatut ändern. Auf dem Bundesparteitag in Leipzig im November wird der Landesverband eine Änderung der Satzung beantragen. Das beschloss der Vorstand auf seiner Klausurtagung in Hamburg am Freitagabend einstimmig.

Konkret soll erreicht werden, dass der Verband LSU den Status einer Vereinigung im Parteistatut erhält und damit anderen Vereinigungen wie Junge Union Deutschlands, Frauen-Union oder Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung gleichgesetzt wird. Vereinigungen wahren die Anliegen der von ihnen repräsentierten Gruppen in der Parteipolitik.

Auch Kramp-Karrenbauer hat sich für die LSU stark gemacht

CDU-Landeschef Kai Wegner betonte: „Die CDU steht für Toleranz und hat den Anspruch, die Lebenswirklichkeit der Menschen in der eigenen Politik widerzuspiegeln. Die Erhebung der LSU in den Stand einer Vereinigung wäre dabei nur folgerichtig.“ Der LSU-Landesvorsitzende, Mario Röllig, sagte zu dem Beschluss: „Diese Entscheidung ist der Erfolg der jahrelangen engagierten Vorstände und Mitglieder der LSU und war längst überfällig.“

Am Donnerstag hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer mit Schwulen und Lesben in ihrer Partei diskutiert. Bei dem Gespräch antwortete sie mit Ja auf die Frage, ob der Verband LSU für sie gleichberechtigter Teil der CDU sei. (dpa)

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