Nachdem Bedienung verweigert wurde : Schwuler Student gewinnt Rechtsstreit gegen Jerusalemer Pizzeria

Ein schwuler Student klagte gegen eine Pizzeria in Jerusalem, die ihm aus Homofeindlichkeit die Bedienung verweigerte - mit Erfolg.

CSD in Israel in Tel Aviv (Archivbild).
CSD in Israel in Tel Aviv (Archivbild).Foto: GIL COHEN-MAGEN/AFP

Eine Jerusalemer Pizzeria muss einem homosexuellen amerikanischen Rabbinerstudenten Entschädigungen in Höhe von umgerechnet rund 4.400 Euro zahlen. Die Pizzeria verweigerte dem Studenten die Bedienung, nachdem dieser sich als schwul zu erkennen gegeben hatte, wie die Tageszeitung „Haaretz“ berichtet. In seiner Klage hatte der Betroffene umgerechnet 8.000 Euro gefordert.

Der Student hatte im August nach der Jerusalemer Gay-Parade zusammen mit Freunden die Pizzeria in der Innenstadt betreten und dabei ein T-Shirt mit einem Schriftzug in Regenbogenfarben getragen. Die Bedienung fragte ihn den Angaben zufolge daraufhin nach seiner sexuellen Orientierung und verwies ihn und seine Freunde des Lokals.

Abweisen von Kunden aufgrund sexueller Orientierung ist verboten

"Heute bin ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Laden nicht bedient worden, weil ich der bin, der ich bin", schrieb der Student laut "Haaretz" damals auf seinem Facebook-Profil.

Das Abweisen von Kunden aufgrund sexueller Orientierung ist in Israel verboten. Der Student wurde bei seiner Klage vom "Israel Religious Action Center" unterstützt, einer Einrichtung der jüdischen Reformbewegung in Israel. (KNA)

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