„Die Gäste sind komisch“

Seite 2 von 2
Tenniscamp : Das Gelbe ist der Ball
Büfett im Club, mal draußen
Büfett im Club, mal draußenFoto: gws

Nach den morgendlichen 90 schweißtreibenden Minuten auf den für die meisten ungewohnten Quarzsandplätzen bleibt den Gästen für den Rest des Tages ausreichend Zeit zur Regeneration. Eigentlich. Doch wie es in Clubanlagen so ist: Das Angebot, sich sportlichen Aktivitäten hinzugeben, ist gewaltig. Neben den frei zu nutzenden sechs Tennisplätzen lockt eine Bogensportanlage sowohl zu ernsthaftem Training als auch mit Schnupperkursen.

Immer am Ball sein können Fuß- und Volleyballer auf entsprechenden Feldern, Tischtennis- beziehungsweise Pingpongspieler können sich gegenseitig von der Platte putzen, und ganz Fixe sollten mal Speedbadminton ausprobieren, eine Mischung aus Badminton, Tennis und Squash. Ja, gewiss, auch für Golfspieler ist gesorgt. Ihnen steht sogar ein clubeigener 18-Loch-Kurs zur Verfügung; wer weitere Herausforderungen sucht: In der näheren Umgebung des Nobilis gibt es weitere 13 Plätze.

Dass Kinder aller Altersklassen gern gesehen sind und ein mehr als ausreichendes Betätigungsfeld finden, versteht sich in den Clubs ebenso von selbst wie das Angebot von allen Arten von Wassersport. Der größte Genuss im Club wird jedoch offenbar den leidenschaftlichen Essern geboten. Kaum zu glauben, mit welchem Aufwand das unermüdliche Servicepersonal Büfetts aufbaut und fortwährend dafür sorgt, dass es an nichts fehlt.

Erkenntnis: üben, üben, üben

Doch der clubeigene Tennistrainer Tomas wundert sich: „Die Gäste sind komisch: Zu Hause machen sie wenig Sport und essen zu viel von allem. Hier machen sie dann viel Sport, essen jedoch nur Salat und Fisch. Dabei sollten sie hier alles essen und sich viel bewegen.“ Na ja, nach unserer Beobachtung wird von den meisten schon ganz gut zugelangt...

Fünfter Trainingstag für die Tennisfreunde. Lektion: Aufschlag. „Ein richtiger Knackpunkt bei vielen Spielern“, weiß nicht nur Nicolas Kiefer. Die meisten haben scheinbar einen eingebauten Zufallsgenerator – mal klappt’s, meistens nicht. Zumindest nicht mit der nötigen Härte und Präzision. „Größtes Problem ist der Ballwurf. Hobbyspieler werfen einfach nicht hoch genug.“ Kiwi macht’s immer wieder vor, wenn auch mit angezogener Handbremse.

Erkenntnis: üben, üben, üben. „Jetzt mal Returns“, ruft Kiwi. Marc, der junge Schweizer, bettelt um Bestrafung: „Kiwi, mach mal ’nen richtigen Aufschlag!“ Bitte sehr – und zisch. Genau auf die T-Linie. Marc zeigt keine Reaktion. „Marc, was ist? Das Gelbe ist der Ball!“ Der Junge ist verdattert. Und Tennisfuchs Karl freut sich: „Das war insgesamt eine richtig gute Woche. Also, wenn ich davon in meinem Club erzähle...“

0 Kommentare

Neuester Kommentar