Tipps für die Reise mit einem Containerschiff

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Schiffsreise : 16020 Container und ich
Fette Kette
Fette KetteFoto: Bernd Ellerbrock

Eine Frachtschiffreise macht kaum jemand aus dem Stand, zumindest niemand, der mit dieser Art des Reisens noch keinerlei Erfahrung gesammelt hat. Denn vor dem Entschluss sollte man sich einige Tatsachen vergegenwärtigen: Eine Frachtschiffreise ist keine Kreuzfahrt. 24 Stunden Bar und Büfett – Fehlanzeige. Dauerbespaßung – gibt’s nicht. Hafenzeiten – meist sehr begrenzt. Liegeplätze – oft jwd. Feste Route und Einhaltung des Fahrplans – nicht garantiert. Gegeben sind hingegen: viel Zeit für eigene Beschäftigung wie Lesen, Schreiben, Musikhören, Fotografieren, aufs Meer blicken oder der Besatzung bei der Arbeit zuschauen (meist auch auf der Brücke).

Auf Passagiere eingerichtete Frachtschiffe, auch auf Flüssen und Kanälen, bieten unterschiedlich lange Mitfahrgegenheiten an: beispielsweise von Straßburg nach Dortmund, sechs Tage ab 540 Euro oder von Genua über China bis zur US-Westküste und zurück in etwa 112 Tagen, ab 9520 Euro (hin nur bis Los Angeles, 52 Tage, ab 4420 Euro). Preise ohne An- und Abreise.

Auf der im Text beschriebenen Europa– Asien-Route verkehren mehrere nahezu baugleiche Container-Giganten. Rundreise: ab 7700 Euro in 77 Tagen; die 31-tägige Einwegreise bis Port Kelang ab 3100 Euro oder Port Kelang–Hamburg in 22 Tagen ab 2200 Euro. Auch kürzere Teilstrecken sind gegebenenfalls buchbar. In jedem Fall sollten sich Anfänger im Reisebüro beraten lassen. Im Internet sind unter anderen folgende Vermittler zu finden: zylmann.de, frachtschiffreisen-pfeiffer.de, hamburgsued-frachtschiffreisen.de

Freie Sicht von der Brücke. Auch Passagiere sind hier stets willkommen.
Freie Sicht von der Brücke. Auch Passagiere sind hier stets willkommen.Foto: Bernd Ellerbrock

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