Exklusiv

Sänger Clueso : „Ich hätte nie gedacht, dass ich Champagner mal gut finde“

Der Sänger Clueso verrät, warum er seine alte WG verließ – und welchen Einfluss Benjamin von Stuckrad-Barre auf seine Texte und sein Trinkverhalten hat.

Der Erfurter Künstler veröffentlicht am 24.08.2018 bei Universal Music sein neues Album "Handgepäck I".
Der Erfurter Künstler veröffentlicht am 24.08.2018 bei Universal Music sein neues Album "Handgepäck I".Foto: Martin Schutt/dpa

Der Sänger Clueso hat sich beim Verfassen seiner Texte an den Rat seines Freundes Benjamin von Stuckrad-Barre gehalten. „Beim aktuellen Album riet er mir: Alter, wenn du das jetzt wieder schöner machst, hau ich dir eine rein, das muss schmutzig sein, gib endlich ab“, erzählte Clueso im Interview mit dem Tagesspiegel, das am Sonntag erscheint.

„Das mit ihm ist ein Hyperaktiv-Kinder-Ding, bis zum Umfallen“, beschreibt Clueso die Dynamik ihrer Freundschaft. „Der absolute Wahnsinn. Wir lassen uns kaum ausreden. Nein, ich – nein, ich“. Stuckrad-Barre habe ihm auch die Freude am Schaumwein vermittelt. „Leicht einen sitzen zu haben, finde ich inzwischen super. Ich hätte nie gedacht, dass ich Champagner mal gut finde. Während meiner Friseurlehre habe ich das verbunden mit den Damen, die im Salon morgens um zehn Rotkäppchen soffen.“

"Die Wohnung ist eine Art Mohrrübe"

Dass er aus einer Künstler-WG ausgezogen ist und sich eine Wohnung in Erfurt gekauft hat, sei ein Trick zu Selbsterziehung, sagte der 38-Jährige. „Die Wohnung ist eine Art Mohrrübe. Dass ich ein bisschen weiß, wofür ich arbeite. Wenn du Kinder hast, ändert sich das schlagartig, merke ich bei Kumpels. Dann rechnest du hoch und überlegst, was hinterlasse ich? Das habe ich noch nicht.“

"Ich dachte, der stirbt"

Im Interview sprach Clueso auch erstmals über seine Zeit in der Psychiatrie. „Ich war damals, als Zwölfjähriger, vier Wochen in der Nervenkinderklinik. Jeden Tag EKG, EEG, Blutabnahme und komische Tests“, sagte er. „Ich hatte vorher nie einen epileptischen Anfall gesehen, plötzlich liegt ein Mensch vor mir und zuckt. Ich dachte, der stirbt. Dann kommt ewig keiner, du rufst: Hallo? Haaaallo? Auf der anderen Seite war es schulbefreite Zeit. Ich habe Gitarre gespielt, Freunde gefunden, die Krankenschwestern waren cool.“

An diesem Freitag erscheint Cluesos Album „Handgepäck I“.

Das vollständige Interview mit Clueso lesen Sie am Sonntag im Tagesspiegel oder ab Samstagabend im E-Paper.