Stiftung Warentest bewertet Katzenfutter : Fünf Markenprodukte sind mangelhaft

Bei sechs Futtersorten für Katzen hat die Stiftung Warentest schwere Mängel festgestellt. Gute Noten gab es vor allem für günstige Marken – und ein Biofutter.

In Deutschland leben fast 15 Millionen Katzen.
In Deutschland leben fast 15 Millionen Katzen.Foto: Patrick Pleul/dpa

Katzen brauchen hochwertiges, gut verdauliches Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren - und das alles in einem gesunden Mischungsverhältnis. Stiftung Warentest (Zeitschrift „Test“, Ausgabe 5/2020) hat 30 feuchte Alleinfuttermittel für Katzen auf den Prüfstand gestellt und teils schwere Mängel in der Nährstoffmischung gefunden. Sechs Produkte wurden mit „mangelhaft“ bewertet – fünf davon sind Markenfutter

Hauptgrund für schlechte Noten war ein zu hoher Gehalt an Phosphor, Natrium oder Kalzium, oder ein ungünstiges Verhältnis der Stoffe. Phosphor kann beispielsweise ein Risiko für die Niere der Katze darstellen. Die Experten weisen darauf hin, dass bis zu 35 Prozent der älteren Katzen eine chronische Nierenerkrankung entwickeln. Sieben Futtermittel enthielten außerdem zu wenig Jod, was zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen kann.

Das Test-Ergebnis zeigt günstige Produkte weit vorne in der Platzierung. „Sehr gut“ sind etwa die Eigenmarken von Kaufland, Edeka, Lidl, Rewe und Rossmann. Mit den eher günstigen Eigenmarken lässt sich eine 4-Kilo-Katze für 22 bis 53 Cent am Tag versorgen. „Kitekat“ erhielt als einziges Markenfutter die Bestnote, die Tagesration dieser Marke ist für 55 Cent zu haben.

Erstmals erlangte nun auch ein Bio-Futter die Gesamtnote „Gut“: „Dein Bestes Bio reich an Huhn mit Pute, Karotte und Rapsöl“ von dm. In früheren Tests hatte Bio-Futter nicht überzeugt.

Die Anzahl der Katzen hat zugenommen

In die von Stiftung Warentest vergebene Note flossen neben der mit 60 Prozent gewerteten ernährungsphysiologischen Qualität des Futters weitere Aspekte mit ein. Die Fütterungshinweise auf der Verpackung, das Vorkommen bestimmter Schadstoffe, die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung und die Vollständigkeit der im Futtermittelrecht vorgeschriebenen Deklaration und Werbeaussagen auf der Verpackung flossen ebenfalls in die Bewertung ein.

In Deutschland leben rund 14,8 Millionenen Katzen, rund 30 Prozent mehr als 2013. Mehr als eine Milliarde Euro gaben Katzenbesitzer 2018 für die Fütterung ihrer Lieblinge aus, 60 Prozent davon in Supermärkten und Drogerien. (Tsp, dpa)