Tesla rast in Baumarkt : 76-Jährige bei Unfall von Briketts erschlagen

In Schleswig-Holstein ist eine 70-Jährige mit ihrem Tesla in einen Baumarkt gefahren. Dabei wurde eine Kundin von umstürzenden Waren tödlich getroffen.

Ein Tesla steht nach einem Unfall vor dem zerstörten Eingang eines Baumarktes.
Ein Tesla steht nach einem Unfall vor dem zerstörten Eingang eines Baumarktes.Foto: Kai Eckhardt/dpa

Bei einem tödlichen Unfall in einem Baumarkt in Nortorf (Rendsburg-Eckernförde) in Schleswig-Holstein ist eine 76-Jährige von Briketts und anderen Waren verschüttet und dadurch getötet worden. Wie die Polizei am Dienstagabend in Neumünster mitteilte, fuhr eine 70-jährige Autofahrerin mit ihrem Tesla aus noch ungeklärten Gründen in den Eingangsbereich des Markts und löste eine Kettenreaktion aus.

Nach Angaben der Polizei durchbrach die Fahrerin am Dienstagnachmittag mit ihrem Tesla die Glasfront zum Eingangsbereich des Markts und schob einen Container mit Blumenvasen in den Vorraum. Das brachte dort ausgestellte Verkaufswaren zum Einsturz, darunter stapelweise Briketts.

Bei dem Unfall ist eine 76-jährige Frau ums Leben gekommen. Der Sachschaden stand noch nicht fest.
Bei dem Unfall ist eine 76-jährige Frau ums Leben gekommen. Der Sachschaden stand noch nicht fest.Foto: Kai Eckhardt/dpa

Helfer kümmerten sich um die 70-jährige Fahrerin und deren Ehemann im Auto - beide blieben unverletzt. Auch zwei Kunden, die von Briketts an den Beinen getroffen wurden, blieben weitgehend unverletzt. „Kurz darauf stellte man jedoch fest, dass sich unter den Trümmern noch eine weitere Person befand. Dabei handelte es sich um die 76-Jährige“, teilte die Polizei mit.

Mehrere Notfallseelsorger waren im Einsatz, um sich um Zeugen zu kümmern. Das Fahrzeug der Verursacherin wurde für die weiteren Ermittlungen der Polizei beschlagnahmt. Ein Gutachter der Staatsanwaltschaft soll die Ursachen für den tödlichen Unfall klären.

„Wir wollen wissen, ob möglicherweise ein technischer Defekt des Tesla-Unfallautos vorlag oder ein Eigenverschulden der Fahrerin“, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Mittwoch in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Zu den offenen Fragen gehöre auch, ob das Fahrzeug des US-Herstellers teilautonomes Fahren ermöglicht habe. Die Höhe des Sachschadens stand noch nicht fest. (dpa, AFP)

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