Langstreckenläufer Haile Gebrselassie

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Spitzensportler aus Äthiopien: Haile Gebrselassie.
Spitzensportler aus Äthiopien: Haile Gebrselassie.Foto: dpa

HAILE GEBRSELASSIE

Ich habe den äthiopischen Langstreckenläufer 2013 in New York getroffen, das war auf der Vorstellung eines Sportschuhs. Wir waren beide Markenbotschafter an jenem Abend.

Ich hatte mir schon vorher in den Kopf gesetzt, einmal den New Yorker Marathon zu laufen, zuvor bin ich höchstens mal gejoggt, und mein Papa ist nebenher im selben Tempo spazieren gegangen.

An dem Abend wollte ich von Gebrselassie wissen, wie ich mein Vorhaben am besten angehen sollte. Er sagte, mach dir nicht zu viele Sorgen, du bist jetzt schon zu verkrampft, wenn du so nachdenkst.

Ich war irritiert. Von einem mehrfachen Olympiasieger hatte ich mir Tipps erhofft, wie ich meinen Trainingsplan aufstelle, aber nicht ein „Lauf einfach los“. Diese Leichtigkeit hat mir imponiert.

Zehn Kilometer zur Schule

Er hat mir erzählt, wie er als Kind morgens zehn Kilometer zur Schule und nachmittags zurück nach Hause gelaufen ist. Jeden Tag fast einen Halbmarathon, weil er aus seinem Leben etwas machen wollte.

Ich fand das unglaublich, welchen Ehrgeiz er als kleiner Bub hatte. Am nächsten Tag bin ich aus dem Hotel raus, losgelaufen und habe geschaut, wie der Körper reagiert, wie ich das Laufen einfach genießen kann, wenn ich nicht stur nach Zeit oder auf Entfernung laufe.

Mein Ziel war es, den New York Marathon unter vier Stunden zu schaffen – ich bin 3:59 gelaufen. Ich bin zufrieden. Für die Zukunft reicht aber ein Halbmarathon.