Modeschöpferin Vivienne Westwood

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Vivienne Westwood hat den Punk miterfunden.
Vivienne Westwood hat den Punk miterfunden.Foto: afp

VIVIENNE WESTWOOD

Vielleicht denken die Leute jetzt, ich nehme jede, die wie ich rote Haare hat, zum Vorbild. Aber die Karriere von Vivienne Westwood finde ich stark.

Sie macht einen kleinen Laden an der Londoner King’s Road auf, nennt ihn „Sex“, verkauft darin Bondage- und Punk-Kleidung und steigt zu einer der anerkanntesten Designerinnen auf.

Westwoods Mode passt nicht zu mir, weil ich klassischere einfache Schnitte bevorzuge, ich will nicht so viele Muster oder Rüschen an meinen Kleidern.

Was ich an der Britin mag: Sie versucht, Dinge zu verstehen. Früher soll sie Kleider aufgetrennt haben, um nachzuvollziehen, wie diese geschnitten und genäht wurden. Das ist auch meine Mentalität – möglicherweise beeinflusst durch die Mathematik. Ich möchte Dinge begreifen.

Engagement für die Umwelt

Mir imponiert außerdem, dass sich Vivienne Westwood für gesellschaftliche Belange einsetzt. Sie hat einmal 1,5 Millionen Euro für den Regenwald gespendet. Das finde ich als jemand, der Umweltschutz als eine grundlegende Aufgabe begreift, toll.

Noch mehr beeindruckt mich, dass sie sagt: Kauft weniger! Passt gar nicht zu einer Modeschöpferin. Die Industrie lebt davon, dass man ständig den Inhalt seines Kleiderschranks wegschmeißt und neue Sachen hineinhängt.

Das fand ich von einer Designerin eine gute Aussage, einfach mal zu verlangen, genauer seine Sachen auszusuchen und weniger zu konsumieren.