Schauspielerin Tilda Swinton

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Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton.
Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton.Foto: afp

TILDA SWINTON

Ich habe rote Haare, eine helle Haut, und wenn ich mich nicht schminke, wirken meine Wimpern fast durchsichtig. Als Teenager haben selbst Freundinnen deshalb zu mir gesagt, ich sähe ein bisschen krank aus und solle doch etwas Mascara auftragen.

In der Schule kam es selten vor, dass jemand zu mir sagte, ich hätte eine natürliche Schönheit.

Und dann sehe ich eine Schauspielerin wie Tilda Swinton, die sich mit der gleichen Haarfarbe solchen gängigen Meinungen verweigert. Sie benutzt keine Wimperntusche, wenn sie auf Galas wie die Oscar-Verleihung geht, sie steht dazu, anders zu sein.

Künstlerische Natur

Gerade als Teenager fand ich das ermutigend. Ich habe sie zum ersten Mal als die weiße Hexe in „Die Chroniken von Narnia“ gesehen. Sofort wollte ich wie sie eine böse Königin spielen.

Danach habe ich mir mal genauer angesehen, wer diese Frau ist – und war überrascht, dass sie viele künstlerische Filme gemacht hat und gar nicht auf Hollywood-Blockbuster wie „Narnia“ programmiert ist.

Ich habe gelesen, dass sie sich ihre eigenen Filme nie anschaut. Sie ist offensichtlich nicht daran interessiert, sondern will sich in den Dreharbeiten verwirklichen. Ich kaufe ihr ab, dass der Ruhm sie gar nicht interessiert.