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Unfallursache Sekundenschlaf? : 31 Verletzte bei Fernbusunfall auf A24 nahe Wöbbelin

In Mecklenburg-Vorpommern sind bei einem schweren Fernbusunglück am Samstagmorgen mindestens 31 Menschen verletzt worden, drei davon schwer.

Mecklenburg-Vorpommern, Wöbbelin: Ein Fernbus liegt im Straßengraben an der Autobahn A24.
Mecklenburg-Vorpommern, Wöbbelin: Ein Fernbus liegt im Straßengraben an der Autobahn A24.Foto: dpa/Jens Büttner

Bei einem schweren Fernbusunglück auf der Autobahn 24 nahe Wöbbelin in Mecklenburg-Vorpommern hat es am frühen Samstagmorgen 31 Verletzte gegeben. Die Unfallursache werde noch ermittelt, möglicherweise handele es sich um Sekundenschlaf des tschechischen Fahrers, sagte ein Polizeisprecher in Rostock der Deutschen Presse-Agentur. Drei Menschen hätten schwere Verletzungen erlitten, schwebten aber nicht in Lebensgefahr.

Laut Polizei war der Doppelstockbus einer Fernbus-Linie der Firma Flixbus gegen 5.45 Uhr auf dem Weg von Prag nach Hamburg kurz hinter der Abfahrt Wöbbelin rechts von der Fahrbahn abgekommen und seitlich in die Böschung gekippt. Der Unfall habe sich um 5.45 Uhr eignet, sagte der Sprecher.

Unter den Fahrgästen waren demnach deutsche, tschechische, rumänische, türkische, albanische, britische, indische, ägyptische und chinesische Staatsangehörige. Rettungsdienste und mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden waren mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort. Ein Passagier musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Autobahn blieb in Richtung Hamburg für mehrere Stunden gesperrt.. Die 31 Verletzten seien in umliegende Krankenhäuser gekommen.

Größere Busunfälle sorgen öfter für Aufsehen, sind aber relativ selten. Im Mai 2019 war ein Fernbus nahe Leipzig verunglückt. Eine Frau starb, neun Menschen, darunter der Busfahrer, wurden schwer verletzt. Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer wegen eines „medizinischen Problems“ sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle hatte. Im Juni 2019 wurden sieben Menschen verletzt, als ein Flixbus auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe auf einen Lastwagen auffuhr, der plötzlich die Spur wechselte.

Ein knappes Jahr zuvor waren nahe Rostock 22 Menschen verletzt worden. Ihr Bus war von der Fahrbahn abgekommen und in einem Graben umgekippt. Trotz solcher Unfälle zählen Fernbusse zu den sichersten Verkehrsmitteln. „Das Risiko, mit einem Reisebus zu verunglücken, ist deutlich geringer, als wenn Sie mit dem eigenen Auto unterwegs sind“, heißt es beim ADAC. Laut Statistischem Bundesamt sind Busse nur in knapp einem Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden involviert. (dpa)