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Gesundheit: Genforschung: Göttinger Forscher schalten Gene ab

Göttinger Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man Gene gezielt "abschalten" kann. Wie die Wissenschaftler um Thomas Tuschl vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie im Fachblatt "Nature" berichten, könnte das Verfahren die Forschung erleichtern, weil es die bisher sehr zeitaufwendigen Methoden der Genblockade beschleunigen könnte.

Göttinger Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man Gene gezielt "abschalten" kann. Wie die Wissenschaftler um Thomas Tuschl vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie im Fachblatt "Nature" berichten, könnte das Verfahren die Forschung erleichtern, weil es die bisher sehr zeitaufwendigen Methoden der Genblockade beschleunigen könnte.

Zum Thema Online Spezial: Die Debatte um die Gentechnik Das Verfahren wurde an Zellkulturen erprobt und besteht darin, dass nicht das Gen selbst, sondern die von ihm genommene Umschrift, biochemisch als Boten-RNS bezeichnet, zerstört wird. Ist die Boten-RNS nicht mehr verfügbar, können keine Gen-Produkte mehr gebildet werden. Das Erbmerkmal ist also de facto abgeschaltet.

Der Trick der Forscher bestand darin, nur einen kurzen Doppelstrang mit gegensätzlicher Boten-RNS in die Zelle einzuschleusen. Die Länge dieser Fragmente durfte 21 "Buchstaben" (Nukleotide) jedoch nicht überschreiten, weil dann die Zelle die fremde Boten-RNS abgewehrt hätte. Die gegensätzlichen RNS-Schnipsel dagegen waren imstande, auf noch ungeklärte Weise die Boten-RNS für ein Gen zu spalten.

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