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Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán war am Freitag in Russland zu Gast.

© dpa/ALEXANDER NEMENOV

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„Einzige dauerhafte Lösung“: Orban sieht Ukraine als „Pufferstaat“ zwischen Russland und Nato

Zwei Tote nach russischem Drohnenangriff auf Kiew – Hunderttausende Haushalte ohne Strom + Ukrainische Delegation soll in die USA reisen + Der Newsblog.

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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Orban: Ukraine soll nach Krieg als „Pufferstaat“ bestehen

Die Ukraine sollte aus Sicht des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban nach einem Ende des Krieges allenfalls als „Pufferstaat“ zwischen Russland und der Nato weiter existieren. „Die einzige mögliche dauerhafte Lösung besteht darin, dass die Nachkriegsordnung auf dem grundlegenden Prinzip aufbaut, dass die Ukraine wieder zu dem Pufferstaat wird, der sie einst war“, sagte er der „Welt am Sonntag“.

Auch Gebietsabtretungen der von Russland angegriffenen Ukraine hält er für unumgänglich. „Russland behält jenes Territorium, das auf einer internationalen Friedenskonferenz ausgehandelt wird, und alles westlich dieser Linie – bis zur östlichen Nato-Grenze – bildet das Territorium des ukrainischen Staates, der erneut als Pufferstaat existieren würde“, sagte er weiter. Nato und Russland würden sich nach seinen Vorstellungen überdies einigen „auf Umfang und Ausstattung der begrenzten ukrainischen Streitkräfte, die in der Pufferzone operieren dürfen“. 

Orban hatte am Freitag in Moskau bei einem umstrittenen Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin für ein baldiges Ende des Ukrainekrieges geworben. Zugleich machte er deutlich, dass er auf günstige und weiterhin stabile Öl- und Gaslieferungen hoffe. (dpa)
Der Tagesspiegel
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Tschechische Initiative stoppt Raketenkauf wegen Korruptionsskandal

Die tschechische Initiative „Geschenk für Putin“ kauft keine Flamingo-Marschflugkörper mehr vom ukrainischen Waffenhersteller Fire Point. Grund seien Verbindungen zu dem jüngsten Korruptionsskandal in der Ukraineberichtet das ukrainische Nachrichtenportal „Kyiv Independent“ unter Berufung auf tschechische Medienberichte.

„Wir haben das Geld sehr schnell gesammelt, aber es kamen ernsthafte Zweifel auf, dass es nicht für das Produkt verwendet werden würde, für das die Sammlung durchgeführt wurde“, sagte Dalibor Dědek, einer der Leiter der Initiative, dem tschechischen Nachristenportal „Idnes“. Der Tagesspiegel hatte über die Sammelaktion berichtet. Die Entscheidung, den Raketenkauf zu stoppen, fiel demnach, nachdem Dědek neue Informationen vom ukrainischen Militärgeheimdienst HUR erhalten hatte.

Ein weiterer Leiter der Initiative, Martin Ondráček, bestätigte gegenüber „Idnes“ die Bedenken: „Wir verstehen, dass es eine gewisse Zurückhaltung gibt, Geld für diese bestimmte Rakete auszugeben, da der begründete Verdacht besteht, dass der Hersteller mit Personen aus dem Umfeld von Andriy Yermak in Verbindung steht.“

Die Nachricht folgt auf Durchsuchungen beim Leiter des Präsidialamtes, Andrij Jermak, durch das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU). Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am Abend Yermaks Rücktritt bekannt. Die Organisation sucht nun nach alternativen Waffenherstellern. (Tsp)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Betreiber meldet Probleme bei Ölterminal im Schwarzen Meer nach Angriff

Im Schwarzen Meer gibt es Betreiberangaben zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff Probleme bei einer Ölverladestation. Das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) teilte mit, es habe seinen Betrieb an einem wichtigen Ölterminal am Schwarzen Meer eingestellt. Ein Ankerpunkt sei durch den Angriff mit Marinedrohnen erheblich beschädigt worden. „Der weitere Betrieb des Ankerpunkts 2 ist nicht möglich.“ 

Bei dem Angriff wurde nach Angaben des Konsortiums niemand vom Personal oder von Vertragspartnern verletzt. Zum Zeitpunkt der Explosion habe das Notfallsystem die entsprechenden Pipelines abgeschaltet. Vorläufigen Berichten zufolge sei kein Öl ins Schwarze Meer gelangt. Das internationale Konsortium wickelt mehr als ein Prozent des weltweiten Öls ab. Es exportiert hauptsächlich Öl aus Kasachstan über Russland und den Schwarzmeer-Terminal. (Reuters)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Moldau schließt kurzzeitig Luftraum wegen zweier Drohnen

Das an die Ukraine grenzende Moldau hat am späten Freitagabend wegen Drohnen kurzzeitig seinen Luftraum gesperrt. Das Verteidigungsministerium teilte am Samstag mit, der Luftraum sei für eine Stunde und zehn Minuten geschlossen worden, nachdem zwei unidentifizierte illegale Drohnen über das Staatsgebiet geflogen seien und eine direkte Gefahr für die Flugsicherheit dargestellt hätten. 

Die Drohnen vom Typ Gerbera seien nicht vom moldauischen Radar entdeckt worden, ihr Eindringen sei jedoch „von den ukrainischen Grenzbehörden bestätigt“ worden. Es seien „keine Objekte, Trümmer oder Elemente identifiziert“ worden, die eine Gefahr für die Bevölkerung hätten darstellen können. Beide Drohnen hätten den moldauischen Luftraum wieder verlassen und seien tief in ukrainisches Territorium vorgedrungen, teilte das Innenministerium mit.

Am Mittwoch hatte das moldauische Außenministerium nach dem Absturz einer Drohne den russischen Gesandten einbestellt und das Fluggerät vor seinem Haupteingang zur Schau gestellt. Insgesamt hatten am Vortag „sechs Drohnen“ den Luftraum des nicht zur Nato gehörenden Landes verletzt. (AFP)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Selenskyj: Russen greifen mit 600 Drohnen und 36 Raketen an

Bei den neuen russischen Raketen- und Drohnenangriffen sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens drei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Russland habe mit 36 Raketen und fast 600 Drohnen angegriffen. Hauptziele seien die Energieinfrastruktur gewesen und zivile Objekte. Selenskyj sprach auch von massiven Schäden und Bränden in Wohnhäusern in der Hauptstadt Kiew und Umgebung.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass neben Energieinfrastruktur auch Rüstungsbetriebe Ziele der Angriffe gewesen seien. Es handele sich um Antworten auf ukrainische Angriffe gegen russische Ziele. Demnach schoss die russische Flugabwehr innerhalb von 24 Stunden 158 ukrainische Drohnen ab. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben. Die Ukraine verteidigt sich mit diesen Gegenangriffen gegen den seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg. (AFP)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz
Im Süden Russlands ist nach Angaben örtlicher Behörden in einer Ölraffinerie ein Brand durch herabfallende Drohnenteile ausgelöst worden. Einige technische Anlagen auf dem Gelände der Raffinerie Afipski in der Region Krasnodar seien beschädigt worden, die Tanks seien jedoch nicht betroffen, teilt der örtliche Krisenstab mit. Das Feuer sei inzwischen eingedämmt. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, Einheiten der Flugabwehr hätten in der Nacht über russischen Regionen 103 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört, darunter elf über Krasnodar. (Reuters)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz

Zwei Tote bei russischem Angriff auf Kiew

Die Ukraine ist nach Angaben ihres Außenministeriums in der Nacht erneut massiv von Russland angegriffen worden. Dabei seien zwei Menschen getötet und zwei Dutzend verletzt worden. Russland habe mit Dutzenden Marschflugkörpern und ballistischen Raketen sowie über 500 Drohnen Wohnhäuser, das Energienetz und kritische Infrastruktur beschossen. In der Hauptstadt Kiew waren die ganze Nacht über Explosionen zu hören. Außenminister Andrij Sybiha wirft Moskau vor, weiter „zu töten und zu zerstören“, während die Welt Friedenspläne für den Konflikt diskutiere.

Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, teilt auf Telegram mit, russische Drohnen hätten ein Gebiet im Stadtzentrum sowie in den östlichen Vororten getroffen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt, Rettungskräfte seien in vier Stadtteile entsandt worden. (Reuters)
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Christopher Stolz
Author Christopher Stolz
Nach Angaben des obersten ukrainischen Befehlshabers Olexander Syrskyj ist die Stadt Kupjansk im Nordosten der Ukraine nicht vollständig unter russischer Kontrolle. „Unsere Soldaten führen weiterhin sowohl Verteidigungs- als auch Such- und Angriffsaktionen aus“, schreibt Syrskyj nach einem Besuch in der Region auf Telegram. Sie hielten zudem „die vorgesehenen Linien und verstärken den Feuerdruck, um die Versorgungswege des Feindes zu blockieren“. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag verkündet, Kupjansk sei in russischer Hand. (Reuters)
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Maria Kotsev
Author Maria Kotsev

Ukrainische Delegation soll zu Verhandlungen in die USA reisen


Eine ukrainische Delegation wird nach Angaben eines eingeweihten Vertreters am Wochenende zu Gesprächen über den US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in die USA reisen. „Die Delegation plant ein Treffen mit der amerikanischen Seite am Ende dieser Woche“, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von dem hochrangigen Vertreter. Die Gespräche könnten demnach im US-Bundesstaat Florida stattfinden. (dpa)
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Christoph Zempel

Insider: US-Außenminister plant Nato-Treffen fernzubleiben

US-Außenminister Marco Rubio wird Insidern zufolge das Nato-Außenministertreffen kommende Woche in Brüssel nicht besuchen. Stattdessen werde der stellvertretende Außenminister Christopher Landau die USA vertreten, sagten zwei US-Vertreter, die namentlich nicht genannt werden wollen. Die ungewöhnliche Abwesenheit erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt der Ukraine-Verhandlungen. Die Gründe für Rubios Absage des Treffens am 3. Dezember waren zunächst unklar. (Reuters)
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Christoph Zempel

Moskau verbietet Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch

Moskau hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zu ihrer Liste „unerwünschter“ Organisationen hinzugefügt und der Gruppe mit Sitz in New York so die Arbeit in Russland verboten. Der Kreml begründete seine Entscheidung am Freitag nicht. Damit ist es den russischen Behörden nun erlaubt, Mitarbeiter der Organisation oder Menschen, die Geld an sie spenden, strafrechtlich zu verfolgen.

Die Leiterin der Abteilung von Human Rights Watch für Europa und Zentralasien, Tanja Lokschina, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Organisation werde nun „noch härter“ arbeiten, „um das harte Vorgehen des Kreml gegen die russische Zivilgesellschaft offenzulegen und über russische Verbrechen in der Ukraine zu berichten.“ Sie sei „nicht überrascht“ über die Ausweisung als „unerwünschte“ Organisation, fügte Lokschina hinzu.

Moskau hatte Human Rights Watch gemeinsam mit dutzenden weiteren Organisationen bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine im Februar 2022 aus dem Land verbannt. Human Rights Watch veröffentlicht Berichte über Verbrechen von Armeen und Regierungen weltweit und hat den russischen Krieg in der Ukraine wiederholt verurteilt. Die Organisationen wirft der russischen Armee in der Ukraine eine „Litanei von Verbrechen“ vor. Moskau weist die Vorwürfe zurück.

Human Rights Watch reiht sich mit seiner Ausweisung als „unerwünscht“ in eine lange Liste ausländischer Organisationen ein, die in Russland verboten sind. Unter anderem betrifft das die Tierschutzorganisation World Wildlife Fund, die Umweltorganisation Greenpeace und die Stiftung des britischen Pop-Stars Elton John, die sich dem Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids widmet. (AFP)

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Christoph Zempel

Explosionen auf sanktionierten russischen Tankern im Schwarzen Meer

Zwei Tanker der russischen Schattenflotte sind am Freitag im Schwarzen Meer nahe der Bosporusstraße von Explosionen erschüttert worden. An Bord der brennenden Schiffe befanden sich 45 Besatzungsmitglieder, die gerettet worden seien, teilten türkische Behörden mit. Der 274 Meter lange Tanker „Kairos“ meldete demnach einen externen Aufprall 28 Seemeilen (etwa 52 Kilometer) vor der türkischen Küste, der ein Feuer verursachte. Die 25 Besatzungsmitglieder wurden von Rettungsschiffen in Sicherheit gebracht. 

Ein zweiter Tanker, die „Virat“, wurde 35 Seemeilen vor der Küste getroffen. Im Maschinenraum wurde starker Rauch festgestellt, die 20 Personen an Bord seien jedoch wohlauf, teilte die türkische Schifffahrtsbehörde mit.

Der Schiffsverkehr durch die Bosporusstraße wurde nicht unterbrochen. Beide Schiffe stehen LSEG-Daten zufolge auf der Sanktionsliste gegen Russland nach dessen Einmarsch in die Ukraine 2022. 

Die unter der Flagge des westafrikanischen Staates Gambia fahrende „Kairos“ war auf dem Weg von Ägypten zum russischen Hafen Noworossijsk. Die Schifffahrtsagentur Tribeca teilte mit, das Schiff könnte eine Mine getroffen haben und drohe zu sinken. In den vergangenen Jahren kam es im Schwarzen Meer wiederholt zu Zwischenfällen mit Minen, einige wurden treibend gefunden. (Reuters)

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Christoph Zempel

Russische Behörde droht Whatsapp mit kompletter Sperre

Nach vorangegangenen Einschränkungen hat die russische Telekommunikationsbehörde Roskomnadsor nun mit der vollständigen Sperrung von Whatsapp in Russland gedroht. Falls der Messengerdienst die Anforderungen der russischen Gesetzgebung nicht erfülle, werde er blockiert, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass eine Mitteilung von Roskomnadsor.

Schon in der Vergangenheit argumentierte die Behörde bei Einschränkungen, dass Kriminelle Whatsapp für Erpressung, Betrug und eine Verwicklung russischer Bürger in Sabotageakte nutzten.

Ausländische Messenger sollen ersetzt werden

Anrufe über Whatsapp und Telegram sind in Russland schon länger eingeschränkt, und der verschlüsselte Dienst Signal und der Messenger Viber wurden bereits 2024 blockiert. Ausländische Messenger sollen durch die vom Staat bevorzugte App Max ersetzt werden, bei der Kritiker einen Zugriff der Behörden auf Daten befürchten. (dpa)

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Christoph Zempel

Gouverneur: Tote nach ukrainischem Beschuss

In der russischen Region Belgorod ist nach Behördenangaben eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden. Bei dem Einschlag in ein Privathaus im Dorf Dragunskoje sei außerdem ein Fünfjähriger verletzt worden, schrieb der Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram. Es gebe mehrere Brände. (dpa)
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Christoph Zempel

Schweden hält Kriegsübung ab - Erklärung auch auf Russisch veröffentlicht

Erstmals seit den 1990er Jahren hat Schweden eine Kriegsübung unter Beteiligung des Königs, der Kronprinzessin, der Armee und von Abgeordneten abgehalten - und eine Erklärung dazu auch auf Russisch veröffentlicht. „Vor allem angesichts der aktuellen Sicherheitslage ist es wichtig, gemeinsame Übungen durchzuführen“, erklärte Regierungschef Ulf Kristersson am Freitag. „Schritt für Schritt und Übung für Übung verstärken wir die totale Verteidigung und Widerstandsfähigkeit Schwedens“, fügte er hinzu.

Bei der Übung seien Sicherheitsmaßnahmen für den Kriegsfall und eine Situation, in der ein Kriegsrisiko bestehe, durchgespielt worden. Schweden wolle für Bedrohungen aus dem In- und Ausland gewappnet sein, hieß es weiter in der Erklärung. Auf deren schwedische Version folgt eine russische.

Russland stellt nach Angaben des schwedischen Geheimdienstes und des Verteidigungsministeriums die größte Sicherheitsbedrohung für das Land dar. Stockholm hatte wie Finnland aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine seine jahrzehntelange militärische Bündnisfreiheit aufgegeben und trat im vergangenen Jahr der Nato bei. Wie viele weitere europäische Länder rüstet Schweden auf: In den kommenden zehn Jahren will Stockholm 300 Milliarden Kronen (27 Milliarden Euro) für Verteidigung aufgeben. (AFP)

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Christoph Zempel

Kreml erwartet Friedensplan-Details vor US-Besuch

Der Kreml erwartet bis zum Eintreffen einer US-Delegation in der kommenden Woche Informationen über die vereinbarten Punkte eines vorgeschlagenen Friedensplans. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Russland gehe davon aus, dass es den Plan ausschließlich mit den USA verhandle, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Weitere Details nennt er nicht. (Reuters)
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Christoph Zempel
Selenskyjs Präsidialamtschef tritt zurück
Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, hat seinen Rücktritt eingereicht. Das teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache mit. 

Zuvor hatten Ermittler im Zuge der Korruptionsaffäre Jermaks Wohnung durchsucht. Unklar war zunächst, ob die Ermittlungen gegen Jermak mit dem massiven Korruptionsskandal im Energiesektor in Verbindung stehen, der die Ukraine derzeit erschüttert und der bis in das engste Umfeld des ukrainischen Präsidenten reicht. Jermak hatte erklärt, vollständig mit den Behörden zu kooperieren. 

Auf der offiziellen Webseite des ukrainischen Präsidenten heißt es, Jermak sei per Dekret entlassen worden. Selenskyj kündigte zudem an, dass „eine Umstrukturierung des Präsidialamtes der Ukraine stattfinden wird“. Für den morgigen Samstag sind Konsultationen zur Nachfolge von Jermak geplant. 

In der Videoansprache dankte Selenskyj seinem bisherigen Büroleiter: „Ich bin Andrej dankbar dafür, dass er die ukrainische Position in den Verhandlungen immer so vertreten hat, wie es sein sollte. Es war immer eine patriotische Haltung."
"Gerüchte und Spekulationen" über Jermaks Nachfolge wolle er vermeiden. 

Selenskyj hatte seinen Vertrauten kürzlich zum Leiter der ukrainischen Delegation bei den Gesprächen in Genf über den von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs ernannt. Bei den Verhandlungen soll Jermak laut Selenskyj nun durch den Chef des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, Andriy Hnatov, Vertreter des Außenministeriums, den Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Rustem Umerov, und Vertreter des Hauptnachrichtendienstes vertreten werden. 

Jermak gilt als einer der einflussreichsten Männer der Ukraine. Er wird häufig als die "graue Eminenz" hinter dem Präsidenten bezeichnet. Kritiker in der Ukraine werfen dem bisherigen Präsidialamtschef vor, er habe zu viel Macht angehäuft. Auch kontrolliere Jermak den Zugang zum ukrainischen Präsidenten und grenze kritische Stimmen rücksichtslos aus. 

Sein erzwungener Abgang wird von Beobachtern auch als harter Schlag für Selenskyj gewertet. Auch die Loyalität der Parlamentsfraktion, auf der die Macht von Selenskyj in der parlamentarisch-präsidialen Republik beruht, könnte nun infrage gestellt sein. Selenskyj warnte in seiner Videobotschaft vor Druck von außen und Streit innerhalb der Ukraine. „Wenn wir unsere Einheit verlieren, dann riskieren wir alles zu verlieren. Uns selbst, die Ukraine, unsere Zukunft“, sagte er. 

Erst kürzlich hatte das Antikorruptionsbüro Nabu ein „kriminelles System“ aufgedeckt, das nach eigenen Angaben zur Veruntreuung von 100 Millionen Dollar (etwa 86 Millionen Euro) in der Ukraine geführt habe. Im Mittelpunkt der Affäre steht ein enger Freund und früherer Geschäftspartner Selenskyjs, Timur Minditsch. Der ukrainische Justizminister und die Energieministerin verloren ihre Posten. Ebenfalls zu den Verdächtigen in dem Fall zählt den Behörden zufolge der frühere Vize-Regierungschef Oleksij Tschernyschow. (Valeriia Semeniuk/Agenturen)
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Christoph Zempel

Polens Geheimdienst fasst mutmaßliche Agenten

Polens Geheimdienst hat fünf mutmaßliche Agenten festgenommen. Es handele sich um zwei ukrainische und drei belarussische Staatsbürger, teilte die Staatsanwaltschaft in Warschau mit. Die Ermittler werfen ihnen Spionage für einen fremden Geheimdienst vor.

Nach den bisherigen Erkenntnissen sollen die fünf Personen über den Messengerdienst Telegram Kontakt zu Vertretern eines ausländischen Geheimdienstes gehalten haben. In deren Auftrag fotografierten sie Objekte der kritischen Infrastruktur sowie Orte, die für die Sicherheit Polens relevant sind. Für ihre Dienste wurden sie demnach in Kryptowährung entlohnt. 

Drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft

Drei der mutmaßlichen Agenten wurden in Untersuchungshaft genommen, eine minderjährige Ukrainerin landete in einer Haftanstalt für Jugendliche. Der fünfte Verdächtige erhielt mit Blick auf seinen schlechten Gesundheitszustand lediglich die Auflage, das Land nicht zu verlassen. Im Falle einer Verurteilung droht den mutmaßlichen Agenten eine Haftstrafe von fünf bis 30 Jahren. 

Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Die Regierung in Warschau wirft den Geheimdiensten Russlands und seines Verbündeten Belarus vor, viele Agenten ins Land zu schicken und Saboteure anzuwerben. Erst Mitte November waren bei einem Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnstrecke die Gleise stark beschädigt worden. Ein Lokführer bemerkte den Schaden rechtzeitig, verletzt wurde niemand. (dpa)

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Jean Mikhail

Orban: Ungarn wird weiter Öl von Russland kaufen

Ungarn wird nach den Worten von Regierungschef Viktor Orban weiterhin Öl von Russland kaufen. Die Energielieferungen aus Russland seien „die Grundlage der ungarischen Energieversorgung und werden es auch in Zukunft bleiben“, sagte Orban am Freitag bei einem Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin in Moskau.

Der russische Präsident lobte Orban bei dem kurzfristig anberaumten Treffen für dessen „ausgewogene Haltung in der Ukraine-Frage“. Ungarn ist trotz der russischen Offensive gegen die Ukraine einer der letzten verbliebenen Verbündeten Moskaus in der EU und hängt nach wie vor stark von Energieimporten aus Russland ab. In der Vergangenheit hat Budapest sein Vetorecht im Kreis der 27 Mitgliedstaaten dazu genutzt, Ausnahmen von EU-Sanktionen gegen russische Energieversorgung zu erhalten. (AFP
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