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Thema

Australien

Seit elf Tagen wüten die Feuer um die australische Großstadt Sydney - in unvermindertem Tempo raste die Feuerwalze auch am Donnerstag auf weitere Ortschaften in der Umgebung der Stadt zu. Immer noch lodern mehr als 100 Großfeuer in der Region.

Angefacht von Böen und Brandstiftungen haben sich die schweren Buschfeuer im Südosten Australiens an Neujahr gefährlich nahe an die Millionenstadt Sydney herangefressen. Hunderte weitere Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, nachdem starke Winde die Feuerwalze unmittelbar an einige Vororte im Nordwesten der Hafenmetropole getrieben hatten, wie australische Medien am Dienstag berichteten.

Der Südosten Australiens ist am Samstag von einer neuen Feuerwalze verschont geblieben, obwohl Meteorologen Temperaturen um die 40 Grad und neue hitzebedingte Feuer vorhergesagt hatten. Die Behörden riefen die Menschen rund um die seit fünf Tagen von einem Flammenmeer eingeschlossene Stadt Sydney auf, nicht in Panik zu geraten.

Australien will 1600 ost-timoresische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückschicken. Da die benachbarte Inselhälfte nun wieder sicher sei, gebe es keinen Grund mehr, ihnen Zuflucht zu gewähren, sagte der australische Einwanderungsminister Ruddock am Donnerstag.

Sein Hundchen hat ihn wiedererkannt, die Wohnung ist warm, und auf sämtlichen Tischen leuchten noch die Blumensträuße von seinem 60. Geburtstag.

Von Stefan Jacobs

Bereits in der Eiszeit und unmittelbar nach ihrem Ende haben Menschen viele Tierarten ausgerottet, berichten Richard Roberts von der University of Melbourne in Australien und John Alroy von University of California in Santa Barbara (Science, Band 292, Seiten 1888 und 1893). Als die ersten Menschen vor rund 56 000 Jahren Australien erreichten, lebten dort 23 Arten von Säugetieren, Reptilien und Vögeln, deren Exemplare mehr als 45 Kilogramm auf die Waage brachten.

Frankreichs Stars badeten nach dem neunten Daviscup-Triumph im Champagner - bei Australiens gescheiterte Tennis-Helden flossen die Tränen. Als Nicolas Escudé in einem Krimi in vier Akten den entscheidenden dritten Punkt holte, knallten im Rod-Laver-Stadion von Melbourne die Korken.

Mit Entsetzen haben Eltern, Politiker und Verbände auf die schlechten deutschen Ergebnisse der Schulleistungs-Untersuchung Pisa reagiert. "Schlimmer hätte es nicht kommen können", meinte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun.

Von Bärbel Schubert

Mit diesen katastrophalen Ergebnissen hatten selbst Schulkritiker in Deutschland nicht gerechnet. Seit Monaten kursieren in Fachkreisen zwar Vermutungen und Spekulationen, was die weltgrößte internationale Schulleistungsuntersuchung Pisa (Programme for International Student Assessment) bringen würde - durch das schlechte Abschneiden bei der Vorgängeruntersuchung zur Mathematik waren Politiker und Schulvertreter vorgewarnt: Was nun aber vorliegt, übertrifft jede Spekulation.

Von Bärbel Schubert

Lleyton Hewitt erlitt eine unerwartete Niederlage, doch Patrick Rafter war topfit und bewahrte Australiens Daviscup-Team vor einer Auftaktpleite gegen Frankreich: Mit 147 Netzangriffen kaufte der Franzose Nicolas Escude dem neuen Weltranglisten-Ersten Hewitt den Schneid ab und verdarb den Australiern am Freitag mit seinem Sieg die erhoffte 2:0-Führung. Online-Gaming Spiel, Satz und Sieg: Der Pong-Klon von meinberlin.

Ähnlich aufgewühlt und persönlich betroffen haben die Menschen in der Bundesrepublik selten auf den Tod eines deutschen Politikers reagiert: Stündlich tragen sich im virtuellen Kondolenzbuch auf der Internet-Hompage von Regine Hildebrandt etwa 150 Trauernde ein. Nicht nur aus den neuen Ländern, sondern aus der gesamten Bundesrepublik.

Von Thorsten Metzner

Die Fußballer aus Uruguay versuchten es mit ihrer bewährten Taktik, und beinahe wären ihre Bemühungen erfolgreich gewesen. Erst elf Minuten vor Schluss knackte der australische Verteidiger Kevin Muscat den uruguayischen Abwehrriegel - mit einem Elfmeter, nachdem der eingewechselte Paul Agostino vom TSV 1860 München gefoult worden war.

Mit einem gemeinsamen Aktionsplan wollen die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer gegen die weltweite Finanzierung des Terrorismus vorgehen. "Terroristen und ihren Verbündeten" solle der Zugang zu den internationalen Finanzsystemen verwehrt werden, hieß es in einer beim Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Ottawa verabschiedeten Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G-20-Staaten.

Lleyton Hewitt ist seit Freitag die jüngste Nummer 1 der Tennis-Welt aller Zeiten. Mit 20 Jahren, 8 Monaten und 23 Tagen stürzte er den Brasilianer Gustavo Kuerten vom Thron und krönte sich beim Masters Cup in Sydney als dritter Australier nach John Newcombe (1974) und Patrick Rafter (1999) selbst zum neuen Regenten.

Die wankende Fußball-Weltmacht Brasilien hat im letzten Augenblick das Desaster vermieden. Nach einer Serie blamabler Niederlagen qualifizierte sich die "Selecao" am 18.

Sie geben ein gutes Vorbild ab für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft: Während Rudi Völler und die Seinen noch um die WM-Qualifikation zittern, haben sich Deutschlands Hockey-Herren mit Siegen in Serie inzwischen sogar zum Weltmeisterschafts-Favoriten aufgeschwungen. Und Bundestrainer Bernhard Peters wehrt sich auch gar nicht länger gegen diese Rolle.

In Australien hat die konservative Regierungskoalition von Ministerpräsident John Howard am Samstag zum dritten Mal in Folge die Parlamentswahlen gewonnen. Herausforderer Kim Beazley von der oppositionellen Labor-Partei räumte im australischen Fernsehen bereits seine Niederlage ein.

Die Cairns-Gruppe ist eine Gruppe von 17 wichtigen agrarexportierenden Ländern, die sich vehement für mehr Freihandel bei landwirtschaftlichen Produkten einsetzt. Sie trägt ihren Namen nach der australischen Stadt Cairns, in der sich die Länder 1986 - auf Initiative Australiens - zu einer Handelsallianz in Sachen Agrarpolitik zusammengeschlossen haben.

Die Klimakonferenz in Marrakesch scheint die Kurve gerade noch zu kriegen. Doch selbst diese an sich undramatische UN-Tagung, bei der die letzten Details auf dem Weg zur Ratifizierung des Klimaschutzabkommens von Kyoto geklärt werden sollten, stand in der Nacht zum Freitag mal wieder vor dem Scheitern.

Von Dagmar Dehmer

Deutschlands bester Tennisprofi, Thomas Haas, steht beim letzten Masters-Turnier in Paris im Viertelfinale und darf damit fast schon den Flug zum Masters Cup in Sydney buchen. Nach seinem 7:5, 6:1-Erfolg über den Belgier Xavier Malisse hat Haas beste Chancen, sich als Letzter für das lukrative Abschlussturnier der besten acht Profis zu qualifizieren.

Achmad Hussein Ali hat überlebt. Er ist einer der 45 Flüchtlinge, die am Wochenende aus dem Wasser vor Java gerettet wurden.

Von Moritz Kleine-Brockhoff

Nur 44 Menschen haben den Untergang eines Flüchtlingsschiffes vor der indonesischen Insel Java überlebt. Über 350 kamen ums Leben, davon 300 Frauen und Kinder, teilte Kris Janowski, Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, in Genf mit.

Michael Schumacher beendete seine Formel-1-Saison 2001 in Japan so, wie er sie im Frühjahr in Australien begonnen hatte: mit einem souveränen Sieg. Damit fügte er seinen vielen Rekorden, die er in dieser Saison aufgestellt hat, noch einen weiteren hinzu.

Von Karin Sturm

Mit einem Birdie am letzten Loch, einem Schlag unter dem Par-4-Standard, hat Bernhard Langer auf der dritten Runde die alleinige Führung beim 15. German Masters der Profigolfer in Pulheim verteidigt.

Damals, an jenem milden Spätsommerabend in Venedig 1999, waren sie vielleicht das glücklichste Paar der Welt: Nicole Kidman und Tom Cruise, das power couple Hollywoods, präsentierten zur Eröffnung der Filmfestspiele Stanley Kubricks "Eyes Wide Shut". 15 lange Drehmonate lang hatten beide das durch Seitensprungfantasien vagabundierende Ehepaar aus Arthur Schnitzlers "Traumnovelle" verkörpert - und nun überbrachten sie der Welt stolz das Vermächtnis eines genialen Regisseurs.

Von Jan Schulz-Ojala

Der Durchbruch in eine neue Zeitrechnung ist immer ein Höhepunkt in der Leichtathletik-Historie. Eines der einprägsamsten Beispiele lieferte Roger Bannister 1954 in Oxford: Der Engländer lief die Meile als Erster unter vier Minuten.

Von Jörg Wenig

Der menschliche Herzschlag ist das Grundmaß aller Musik. Aus dieser Grundweisheit, die schon die mittelalterlichen Musiktheoretiker bewegte, hat der Niederländer Johan Wagenaar sein Kunstprojekt "kadoum" entwickelt: Die Herzfrequenzen von 16 Menschen wurden in Australien aufgezeichnet, via Mobiltelefon nach Berlin übermittelt und hier durch ein Computerprogramm in Noten, Worte und Wassertropfen übertragen.

Wenn Osama bin Laden ein Handy benutzen würde - er wäre relativ einfach zu orten. Auch falls der Terrorist im Internet neue Angriffsziele suchen oder mit seinen Komplizen per E-Mail kommunizieren würde: die Fahndungsagenten der Geheimdienste kämen ihm schnell auf die Spur.

Von Bas Kast

Die Pazifikrepublik Nauru und Australien haben vereinbart, dass der Inselstaat übergangsweise noch 237 weitere Flüchtlinge aufnimmt. Diese waren am Freitag auf einem indonesischen Schiff in internationalen Gewässern von der australischen Kriegsmarine entdeckt und an Bord des Truppentransporters "Manoora" gebracht worden, der bereits mit mehr als 433 Flüchtlingen auf dem Weg nach Papua-Neuguinea ist.

Von Moritz Kleine-Brockhoff
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