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Thema

Australien

Einen denkwürdigen Sieg feierte gestern der spanische Tennissport: Das Daviscup-Team um den überragenden Juan Carlos Ferrero hat zum ersten Mal die "hässlichste Salatschüssel der Welt" gewonnen und Titelverteidiger Australien entthront. Im Hexenkessel von Barcelona siegte der 20 Jahre alte Tennisprofi aus Valencia auch in seinem zweiten Einzel und holte gegen Lleyton Hewitt den entscheidenden Punkt zum 3:1-Sieg.

Das Treffen in der kanadischen Hauptstadt Ottawa kam urplötzlich, selbst die Adresse war zwei Tage lang Geheimsache, und ebenso die Identität der Teilnehmer: eineinhalb Wochen nach dem Scheitern des UN-Klimagipfels in Den Haag suchten hohe Beamte aus etwa einem Dutzend Industriestaaten nunmehr im Eilverfahren hinter verschlossenen Türen den "Brückenschlag" zu finden.So geheim war die Konferenz, die "Donnerstag oder Freitag" enden sollte, dass selbst Unklarheit über die Teilnehmerstaaten herrschte.

Nach dem Scheitern des UN-Klimagipfels in Den Haag haben Naturschutzorganisationen und Umweltpolitiker in Deutschland vor weiterer Klimazerstörung gewarnt. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) sprach von einem "schweren Rückschlag" für den Klimaschutz.

Von Stephan Israel

Deutschlands erfolgreichste Olympiakämpferin aller Zeiten mit nunmehr sieben Goldmedaillen hat es gefordert. Der medaillenreichste Sportler des deutschen Teams in Australien mit zwei Goldmedaillen sah es nicht anders.

Ein Stückchen Australien können die Besucher des Berliner Zoos jetzt im Aquarium bewundern: Fische und Korallen vom Eingang des australischen Pavillons der Expo in Hannover wurden jetzt in die Berliner Unterwasserlandschaft gebracht.Das Geschenk an den Zoo ist quasi die Belohnung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Der bayerischen CSU gehen einige Positionen der Schwesterpartei CDU in der Zuwanderungs- und Ausländerpolitik zu weit. Führende CSU-Politiker widersprachen am Dienstag vor allem der Aussage des Vorsitzenden der CDU-Zuwanderungskommission, des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller, Deutschland sei ein Einwanderungsland.

Von Robert Birnbaum

Vor den Augen seiner Freunde ist am Montag in Australien der 49-jährige Ken Crew von einem Hai getötet worden. Das Unglück ereignete sich unweit des beliebten Cottesloe-Badestrandes nahe der Stadt Perth im Nordwesten Australiens.

Die Zukunft des Tennis-Standorts Stuttgart ist zunächst nur für das nächste Jahr fest gesichert. Zum Abschluss des hochkarätigen Wettbewerbs in der Schleyer-Halle, den Wayne Ferreira aus Südafrika im Finale gegen Lleyton Hewitt (Australien) mit 7:6 (8:6), 3:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 6:2 für sich entschied, erklärten die Stuttgarter Messegesellschaft und Rechteinhaber SPI zwar ihre Absicht, bis 2003 weiter zusammenzuarbeiten, doch wegen verschiedener Ausstiegsklauseln steht die Austragung des bestbesetzten deutschen Tennis-Turniersvorerst nur für den Herbst 2001 in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs fest: "Der Vertrag muss auch noch unterzeichnet werden.

Niedrigere Flugtarife und Telefonkosten haben dazu geführt, dass sich immer mehr Auswanderer nicht mehr zwischen der alten und der neuen Heimat entscheiden müssen. Das geht aus dem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Weltmigrationsbericht 2000 hervor.

Gerhard Schröder im Nahen, Joschka Fischer im Fernen Osten, Karl-Heinz Funke down under in Australien und Neuseeland, Rudolf Scharping in London und New York, Herta Däubler-Gmelin "nur" in Rom und Helsinki - wenn Otto Schily am Mittwoch als ältester in der Ministerrunde die wöchentliche Sitzung eröffnet, sitzt er nur einem Rumpfkabinett vor. Schon in Bonn nutzten Politiker gern die "kleinen" oder die Zusatzferien im rheinischen Karneval, um auf Reisen zu gehen.

Volleyball-Aus: Die Hiobsbotschaft von der Streichung des Stand- Volleyballs aus dem Wettkampfprogramm für 2004 in Athen hat bei den Paralympics in Sydney einen Eklat ausgelöst und einen internationalen Proteststurm hervorgerufen. Wie bekannt wurde, hatte die Exekutive des Internationalen Paralympics Komitee (IPC) diese Entscheidung bereits auf seiner Sitzung am 16.

Acht Monate, 17 Rennen, ein Weltmeister Michael Schumacher, nur vier verschiedene Sieger, Überraschungen, Enttäuschungen, Gewinner und Verlierer - die Bilanz der Formel-1-Saison 2000Fahrer des Jahres ist Michael Schumacher: Neun Siege, neun Polepositions und der dritte WM-Titel - das spricht für sich. Mika Häkkinen stand dem Weltmeister allerdings kaum nach.

Von Karin Sturm

"So bekloppt wie dieses Jahr", sagt Friedel Stupp, "war eine Saison noch nie." Der Trainer der Hockeyspielerinnen vom Berliner HC und alle, die diese Sportart verfolgen, sind zwar Kummer gewohnt.

Leistungssport-Direktor Armin Baumert hat in Berlin heftige Kritik an den deutschen Sportverbänden geübt und "unprofessionelles Management" für den Misserfolg bei den Olympischen Spielen in Sydney verantwortlich gemacht. "Dennoch ist das schwarze Loch, in das uns Alexander Leipold gerissen hat, viel größer als die Pannen der ersten Woche in Australien", sagte der ehemalige Weitspringer.

Dass es die Italiener im Sport nicht immer so genau nehmen, ist nicht ganz unbekannt. Bei internationalen Reitwettbewerben im eigenen Land starten schon mal deutlich mehr Reiter als zugelassen (natürlich nur versehentlich), Ferrari schummelt um ein paar Millimeter beim Schutzblech seiner Formel-1-Autos und ein eher durchschnittlicher Weitspringer bringt es durch eine "schiefe Messung" zu Weltmeisterschaftsehren.

Von Werner Raith

Früher war England das, was heute die USA sind: das mächtigste Land der Erde. Indien, Australien, Kanada und viele andere Länder gehörten vor 100 Jahren noch zum Imperium - von Englands Nachbarn Irland, Schottland und Wales ganz zu schweigen.

Von Susanna Nieder

Das Ozonloch über der Antarktis ist auf seine bisher größte Ausdehnung angewachsen. Es erstreckt sich nunmehr über eine Fläche von 29 Millionen Quadratkilometern und ist damit fast vier Mal so groß wie Australien.

Sie schwitzten, sie zitterten, sie hatten die Panik im Blick, am Ende hatten sie nicht einmal mehr Kraft zum Jubeln: Nur um Haaresbreite entkam das Dream Team der USA bei den Olympischen Spielen in Sydney am Freitag einer Blamage. In einem denkwürdigen Halbfinale stolperten die Basketballer aus der amerikanischen Profiliga NBA zu einem glücklichen 85:83 (48:36)-Sieg gegen den Olympia-Dritten aus Litauen.

Keine Gnade für Olympias Turnkönigin Andrea Raducan: Zwei Tage vor ihrem 17. Geburtstag musste die Mannschafts-Olympiasiegerin von Sydney ihre im Einzelmehrkampf gewonnene Goldmedaille wegen der Einnahme einer verbotenen Substanz wieder abgeben.

Noch im vergangenen Jahr hatte John Coates, Präsident des olympischen Komitees Australiens, stolz erklärt, sein Land werde froh sein, die Welt in ein dopingfreies Jahrtausend zu führen. Mit der Aberkennung der Goldmedaille für die rumänische Turn-Olympiasiegerin Andrea Raducan - dem ersten Doping-Fall beim Turnen in der Geschichte der Olympischen Spiele - hat sich nun auch der fünfte Kontinent die Finger am Olympischen Feuer verbrannt.

Wir haben ja jetzt schon viel über die Tierwelt hier unten im fünften Ring gelernt. Da war das streberhafte Känguru, das boxend sich in die Herzen der Olympiabesucher hüpfen wollte, das Ziel aber weit verfehlte und in seiner kaninchenhaften Verbreitung nur die Nerven höchst strapazierend traf.

Von Helmut Schümann

Die olympischen Spiele haben, aus deutscher Sicht, bisher nur einen Superhelden hervorgebracht: Joachim Fuchsberger. Weil sein Haar früher schwarz war, trägt er den Spitznamen Blacky.

Von Harald Martenstein

Die Operation Gold gewinnt beim Dream Team III immer mehr an Schwung. Beim 93:61 (45:35) über Italien im zweiten Spiel des Basketball-Turniers glänzten die NBA-Stars aus den USA wie schon zum Turnierauftakt gegen China mit Kabinettstückchen und Traumpässen und wurden ihrem Namen trotz aller Zweifel mehr und mehr gerecht.

Es klingt wie Science Fiction, und dennoch ist die Bedrohung ganz real: Die Erde läuft Gefahr, von Asteroiden und Meteoriten getroffen zu werden. Zur Prüfung der Risiken hatte die britische Regierung eine Kommission eingesetzt, die am Montag ihren Bericht vorlegte.

Australiens Schwimm-Superstar Ian Thorpe versetzte 17 500 Fans im Schwimm-Stadion zwar erneut in Ekstase, das dramatische Finale über 200 m Freistil verlor er aber gegen den Niederländer Pieter van den Hoogenband, der sein erstes Gold in Sydney gewann und dabei seinen eigenen Weltrekord (1:45,35) einstellte. Der Niederländer hatte die Bestmarke erst einen Tag zuvor im Halbfinale aufgestellt.

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