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Thema

Australien

Gottseidank ist der Rotzlöffel letzte Woche in Australien ausgeschieden und hat nicht auch noch gewonnen. "Rotzlöffel" - so wurde dieser Tage Nicolas Kiefer genannt.

IOC-Vizepräsident Kevan Gosper (Australien) ist als bislang ranghöchstes Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees vom Bestechungsskandal um die Winterspiele 2002 erfasst worden. Für zwei "Familienausflüge" Gospers 1993 und 1995 nach Salt Lake City soll das Bewerbungskomitee 32 000 Dollar bezahlt haben.

Auf dem Weg nach Australien hatte Martina Hingis noch streitlustig die große Rebellion angezettelt, zum Sturm gegen die ungleichen Preisgelder im Herren- und Damentennis geblasen und einen Boykott angedroht. Doch bei den Australian Open liefern die Kolleginnen der Nummer eins alles andere als schlagkräftige Argumente, um den Aufstand gegen die Tennis-Institutionen zu untermauern: Wie im Schlaf spaziert die Schweizerin bisher durch das Turnier und muss kaum überflüssige Zeit auf dem Centre Court verbringen.

Am Ende dieser ersten, für sie verrückten Woche von Melbourne fühlte sich Jana Kandarr plötzlich "wie im Tennis-Wunderland". Kaum glaublich, aber wahr: Nach insgesamt sechs außergewöhnlichen Spielen, zuletzt einem kuriosen 6:1, 0:6, 6:2-Erfolg im Qualifikantinnenduell mit der Kanadierin Sonya Jeyaseelan, war die Karlsruher Teilzeitspielerin schon im Achtelfinale der Australian Open angekommen.

Einige australische Beachvolleyballerinnen haben sich über die strengen Regeln des Internationalen Verbandes hinweggesetzt: Sie erschienen bei den am Dienstag beginnenden australischen Meisterschaften statt in knappen Bikinis einfach in kurzen Hosen.Die Kleidervorschriften des Internationalen Beachvolleyverbands hatte bereits im vergangenen Jahr für Ärger unter den weiblichen Spielerinnen gesorgt: Der Verband hatte damals verfügt, dass Spielerinnen einen Bikini tragen müssen, dessen Höschen an der Seite nicht breiter als sechs Zentimeter sein darf.

Sex sells - das weiß Beate Uhse, die 80-jährige Gründerin des Beate-Uhse-Konzerns besser als jeder andere. Ihr Erotikunternehmen, das sie vor über 50 Jahren als Ein-Frau-Versand für Aufklärungsschriften begann, steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 34 Prozent auf gut 168 Millionen Mark.

Der Geschäftsführer der deutschen Ikea-Tochtergesellschaft über Erfolgsrezepte des Möbelhauses, Kundenbindung und KinderarbeitWerner Weber (45) ist seit 1998 Chef des Ikea-Möbelhauses in Deutschland. Der Psychologe und Sozialwissenschaftler, seit 1987 bei Ikea, war zuvor für die Standortentwicklung des Unternehmens verantwortlich und zeitweise Landeschef in Australien.

Gastgeber und Gegner Frankreich hofft auf eine Wiederholung des Erfolgs von 1991Jörg Allmeroth Der alte Haudegen mit dem markanten Schnauzbart, in seiner Zeit einer der Größten der Tennis-Welt, spricht nichts als Klartext: "Auf diesen Pokal werden keine französischen Namen eingraviert", behauptet John Newcombe, der Kapitän des australischen Davis-Cup-Teams, "uns wird niemand aufhalten." Der volkstümliche Mannschaftsführer, der noch nie als großer Diplomat aufgefallen ist, macht dem Gegner vor dem Davis-Cup-Finale von heute bis Sonntag keine Komplimente, sondern eröffnet das Scharmützel der wenig schmeichelhaften Worte: "Wir sind das bessere Team, wir haben die besseren Leute.

Jetzt wird es richtig eng: Fünf Wochen bevor in Seattle eine neue Welthandelsrunde gestartet werden soll, rücken die wichtigsten Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) nicht von ihren starren Positionen ab. Nach einer Krisensitzung in Lausanne verbreiteten die zuständigen Minister und Vertreter der USA, der EU, Australiens und der Entwicklungsländer allenfalls Zweckoptimismus.

Die Vereinten Nationen haben am Freitag die ersten ost-timorischen Flüchtlinge in ihre Heimat zurückgebracht, die vor Wochen in den Westteil der Insel geflohen waren. Wie ein Sprecher des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) sagte, wurden 94 Menschen aus der west-timorischen Stadt Kupang an Bord einer Transportmaschine nach Dili gebracht.

Ist das so richtig überzeugend, was die Bundesregierung "Einsatz in Ost-Timor" nennt? Die ganzen Gründe zu wiederholen, die dagegen sprechen, wäre vertane Zeit; die sind - im Moment - überholt, weil das Kabinett alles schon gebilligt hat und die beiden Regierungsfraktionen sich natürlich dreinfügen.

Von Stephan-Andreas Casdorff

US-Außenminister traf sich mit Indonesiens Staats- und ArmeechefOst-Timor könnte nach Angaben Australiens bis März kommenden Jahres in die Unabhängigkeit von Indonesien entlassen werden. Verteidigungsminister John Moore forderte die UN am Donnerstag dazu auf, bis dahin eine Friedenstruppe in die Inselhälfte zu entsenden.

Die Bundesregierung bekommt zunehmend Schwierigkeiten mit ihrem geplanten Einsatz in Ost-Timor. In Koalitionskreisen wie bei der Opposition hieß es dazu am Donnerstag in Berlin, offenbar gebe es in der Regierung abgesehen von dem Finanzierungsstreit zwischen Verteidigungsminister Rudolf Scharping und Finanzminister Hans Eichel (beide SPD) auch inhaltliche Differenzen.

Von Robert Birnbaum
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