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Thema

New York

Normalerweise ist das Münchner Oktoberfest nicht nur ein Fest für das Volk, sondern auch eines für die Wirtschaft. Bis zu sieben Millionen Besucher haben während der bierseligen 16 Tage nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung zuletzt jedes Jahr stets knapp eineinhalb Milliarden DM Umsatz in der Isarmetropole gelassen.

New Yorker Klassik-Freunde haben den Berliner Philharmonikern in der Nacht zum Donnerstag in der Carnegie Hall einen enthusiastischen Empfang bereitet. Die Musiker, der Chefdirigent Claudio Abbado, für den dieses Konzert das Ende seiner Ära in Berlin darstellt und der Sänger Thomas Quasthoff wurden zum Auftakt der jüngsten Amerika-Tournee mit für New Yorker Verhältnisse überwältigendem Beifall bedacht.

Die italienische Fluggesellschaft befindet sich in einer tiefen Krise und hat nach den Terroranschlägen in New York und Washington angekündigt, 2500 Arbeitsplätze abzubauen. Außerdem soll ein Teil der Flotte verkauft werden und die Kapazitäten durch die Einschränkung von Flugrouten verringert werden.

Von wegen: "Auf Grund der aktuellen Weltlage sollten Sie unbedingt zwei Stunden vor Abflug in Tegel sein", sagt die freundliche Dame im Reisebüro. Der Schalter, an dem der frühe Flug nach Zürich abgehen soll, ist dann auch tatsächlich um 7 Uhr 40 schon von einer Traube Fluggäste umlagert.

Von Frederik Hanssen

"Unsere Truppe ist wie eine Familie", sagte Carolee Carmello, die Hauptdarstellerin des Broadway-Musical "Kiss Me Kate" im Martin Beck Theater. Der Terroranschlag vom 11.

Von Stephan Wiehler

Vor dem Chelsea Jeans Shop drängen sich die Menschen über den Bürgersteig am Broadway. Sie kehren zurück in den Alltag oder das, was davon übrig geblieben ist im Süden Manhattans.

Von Stephan Wiehler

Die Allianz hat den Gang an die Wall Street vor einem Jahr noch groß gefeiert. Die Deutsche Bank dagegen wird den ersten Auftritt ihrer Aktie an der New York Stock Exchange (NYSE), der wichtigsten Börse der Welt, und damit eines der bedeutendsten Ereignisse für das größte europäische Geldinstitut am kommenden Mittwoch eher still begehen.

Verspielte Phantasie lautet das Mode-Motto für den kommenden Sommer. Mailands Designer erteilen der Schlichtheit eine Absage und schwelgen in verspielten Details und extravaganten Schnitten.

"Galvano Studios vergolden alles", verkündet ein Firmen-Schriftzug in der Nähe des Bahnhofs. Von dort zieht sich eine Allee schmuckloser Flachbauten bis in die Zuger Altstadt.

Nach den Vermutungen, dass es vor den Terrorangriffen in New York und Washington Insiderhandel an den Finanzmärkten gegeben hat, gewinnt das Thema Bankgeheimnis auch in den USA wieder an Bedeutung. Viele Amerikaner sind sich gar nicht bewusst, dass Finanzinstitute gesetzlich verpflichtet sind, ihre Kunden auszuschnüffeln.

Horst Helpenstein ist in der Geschäftsleitung der Commerzbank Berlin für den Privatkundenbereich zuständig.Die Furcht vor einer weltweiten Rezession, die Sorge vor weiteren Terroranschlägen und die noch ausstehende Reaktion der USA und ihrer Verbündeten führte in der zurückliegenden Woche zu teilweise panikartigen Verkäufen der Marktteilnehmer.

Die Todesanzeigen, die in New York die Zeitungsseiten füllen, lassen ahnen, warum zu den Opfern des Terrors weit mehr Menschen zählen, als unter den Trümmern begraben liegen. "Brian, Claire und Elizabeth haben ihren geliebten Vater verloren", heißt es da; oder: "Er war Meryl, Kara, Alex und Jason ein wunderbarer Vater"; oder auch: "Kevin, Kaitlyn, Brian, Brendan und Terence vermissen ihre Mutter".

Von Malte Lehming

Durch die Terror-Anschläge ist die Welt aus den Fugen geraten. Um der Dramatik und dem Informationsbedürfnis gerecht zu werden, hat der Tagesspiegel seine Berichterstattung erheblich ausgeweitet.

Wie arbeitet man in Amerika und Afrika, wie legt man Geld in Japan oder Russland an? Fernab von den Nachrichten über Fusionen und das Auf und Ab der Börsen berichten Korrespondenten immer Sonntags über Menschen hinter den Wirtschaftsnachrichten - in Washington, Kapstadt, Tokyo und Moskau.

Die Bank von Japan (BoJ) hat am Freitag im frühen New Yorker Devisenhandel erneut mit Dollar-Käufen gegen Yen in den Handel eingegriffen. In internationalen Währungskreisen hieß es dazu, die BoJ habe im Auftrag des Tokioter Finanzministeriums bei Kursen nahe 107 Yen interveniert, um den Auftrieb der japanischen Landeswährung zu bremsen.

New Yorker helfen New Yorkern beim Wiederaufbau der Stadt und rücken zusammen. Russland und die NATO-Länder solidarisieren sich gegen die terroristische Gewalt und rücken zusammen.

Der T-Shirt Verkäufer sagt, er habe es nur gut gemeint. Er sagt, er wollte doch nur die Stimmung in dieser Stadt auffangen, diese Stimmung aus Zusammenhalt und Anpacken.

Die Entscheidung, die auch die letzte Hoffnung erstickt, rückt unweigerlich näher: Eine Woche nach den Anschlägen stehen die New Yorker vor der quälenden Frage, wann sie die Suche nach Überlebenden in den Trümmern des World Trade Center einstellen sollen. Im Licht der Scheinwerfer gruben sich Feuerwehrleute, Rettungskräfte und Freiwillige auch am Dienstag vorsichtig durch den Trümmerberg, der von den 110 Stockwerke hohen Zwillingstürmen übrig geblieben ist.

Die zuständigen deutschen Aufsichtsbehörden haben bisher keine Hinweise darauf gefunden, dass im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in New York und Washington Börsenteilnehmer und somit möglicherweise auch Terroristen widerrechtliche Spekulationsgewinne mit Insidergeschäften erzielt haben. Im Prinzip könnten sich Akteure an den internationalen Finanzmärkten der durchaus bekannten und üblichen Mittel der Leerverkäufe oder Termingeschäfte bedienen, wenn sie vorher über die Anschläge informiert sind, und auf fallende Aktienkurse setzen.

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