Trotz der Terror-Anschläge in New York und Washington soll der Preis für Rohöl nicht über 28 US-Dollar steigen. Das will zumindest die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erreichen.
New York
Die Luft im Süden von Manhattan ist auch sechs Tage nach dem Terroranschlag auf das World Trade Center von Rauch und Staub erfüllt. Bergungstrupps quälen sich mühsam durch Schuttberge, in denen sie immer wieder auf grausige Funde wie Teile von getöteten Menschen stoßen.
Terror, Kriegsfurcht, Baisse: Wer jetzt sein Geld anzulegen hat und die abgestürzten, extrem schwankenden Aktienmärkte scheut, kann einen der vielen sicheren Häfen anlaufen. Ihnen allen ist eines gemein: Das geringe Risiko mindert auch die Ertragschance.
Die Fluggesellschaften erholen sich nur schwer von den Terroranschlägen vergangener Woche. Auf der Nordatlantik-Strecke wurden zwar fast alle Flüge bis auf Verspätungen von rund einer Stunde normal abgefertigt, in den USA haben allerdings mehrere Fluggesellschaften Kürzungen ihrer Flugpläne und drastische Sparmaßnahmen angekündigt.
Knapp eine Woche nach der Terrorserie in den USA hat der Essener Energieriese RWE mit der Ankündigung der Übernahme des größten US-Wasserversorgers American Water Works ein Zeichen gesetzt. Der Zehn-Milliarden-Mark-Coup des Essener Unternehmen ist die erste große Übernahme nach den schrecklichen Ereignissen in New York und damit auch ein Symbol des ungebrochenen Vertrauens der Industrie in den US-Markt.
Die offizielle Auskunft ist monoton und trostlos. "Wir können noch keine belastbare Vermisstenzahl nennen", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Michaelis, am Montag in Berlin.
Als die USA mit den Ermittlungen nach den Tätern der Terrorangriffe begannen, nahm Hollywood Untersuchungen eigener Art auf: Es wurde nach gegenwärtigen und künftigen Filmprojekten gefahndet, die heikel sind, weil sie brutale Terrorszenen enthalten. Da es in Kino- und Fernsehfilmen häufig um Ereignisse geht, die den realen Angriffen an der amerikanischen Ostküste am vergangenen Dienstag ähneln, stellt Hollywood seine Projekte jetzt rasch auf den Prüfstand.
Zum Thema Online Spezial: Terror gegen Amerika Umfrage: Haben Sie Angst vor den Folgen des Attentats? Fotostrecke I: Der Anschlag auf das WTC und das Pentagon Fotostrecke II: Reaktionen auf die Attentate Fotostrecke III: Rettungsarbeiten in New York Fotostrecke IV: Trauerkundgebung am Brandenburger Tor Chronologie: Die Anschlagserie gegen die USA Osama bin Laden: Amerikas Staatsfeind Nummer 1 gilt als der Hauptverdächtige Die Dauer-Berichterstattung über die Terroranschläge in den USA und ihre Folgen ist auf scharfe Kritik gestoßen.
Hunderte von erschöpften Feuerwehrleuten und Bauarbeitern haben am Sonntag in der Katastrophenzone im Süden Manhattans die verzweifelte Suche nach Überlebenden fortgesetzt. "Wir geben nicht auf", versicherte aber New Yorks Polizeichef Bernard Kerik den Familien der Vermissten.
Klaus Kaldemorgen (48) ist seit 1991 Direktor des Fondsmanagements für internationale Aktien bei der DWS Investment GmbH, der Fondsgesellschaft der Deutschen Bank. Der Volkswirt leitet ein Team von 15 Fondsmanagern, die ein Vermögen von insgesamt 20 Milliarden Euro verwalten.
Zahlreich sind die Mahnungen, die in den vergangenen Tagen ausgesprochen wurden, gegen Pauschalisierung, gegen ein Feindbild Islam, für "trotz allem" Rationalität und vorsichtiges Urteil. Sind die Mahnungen berechtigt?
Als Konsequenz aus den Terroranschlägen in den USA werden die Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Flugverkehr drastisch verschärft. Innenminister Schily, Verkehrsminister Bodewig, die Lufthansa und die Flughafenbetreiber einigten sich am Wochenende auf ein Sofortprogramm.
Nach den Flugzeuganschlägen in den USA verstärken auch die Verantwortlichen in der Sportindustrie die Bemühungen, den Terror von den Spielfeldern fernzuhalten. Für Vertreter der US-Sportindustrie und Sicherheitsexperten steht zunächst der Schutz der künftigen Großereignisse im Vordergrund: die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City im Februar 2002 und die Fußballweltmeisterschaft in Japan und Südkorea im Mai des gleichen Jahres.
Die Konjunkturexperten sind sich noch nicht einig darüber, ob und wie stark das Wirtschaftswachstum in Folge der Terroranschläge gegen die USA gebremst wird. Nach den vom Kieler Institut für Weltwirtschaft einen Tag vor dem 11.
Kurz nach 16 Uhr war nichts mehr wie zuvor. Sichtlich bewegt wandte sich Vorstandschef Thomas Middelhoff an die rund 800 Mitarbeiter, die sich am Dienstag in der Gütersloher Hauptverwaltung der Bertelsmann AG routinemäßig zusammengefunden hatten, um den Lagebericht des Vorstands zu hören.
Die Druckwellen, die die Terroranschläge in den USA ausgelöst haben, sind mit aller Wucht bis nach Japan vorgedrungen. Seit dem vergangenen Dienstag kennen japanische Medien kaum ein anderes Thema als die schrecklichen Ereignisse und ihre Folgen.
Wer an der Börse handelt, darf sich offenbar nicht allzu viele menschliche Regungen erlauben. Nachdem am vergangenen Dienstag vier entführte Passagierjets von Terroristen zum Absturz gebracht worden waren und Tausende Menschen in den Tod gerissen wurden, brachen nicht nur die beiden Türme des World Trade Centers (WTC) ein.
Es dauerte nicht einmal zwei Stunden, dann war die Hoffnung dahin. Mit den Türmen des World Trade Centers versanken auch die Aussichten auf einen baldigen Aufschwung der Weltwirtschaft in Schutt, Asche und Angst.
Die amerikanische Pilotenvereinigung ALPA hat ihren Mitgliedern geraten, Selbstmordattentäter mit der Axt zu erschlagen, wenn dies zur Rettung von Menschenleben notwendig ist. Eine solche Axt ist in jedem Cockpit als Befreiungswerkzeug für den Fall einer Bruchlandung vorhanden.
Wenn die Vernichtung eines marktwirtschaftlichen Symbols das Motiv des Anschlags auf das World Trade Center gewesen sein sollte, haben die Terroristen Erfolg gehabt. Die Bürotürme sind am Dienstag eingestürzt und haben Tausende von Menschen begraben.
Zum Thema Online Spezial: Terror gegen Amerika Umfrage: Haben Sie Angst vor den Folgen des Attentats? Fotostrecke I: Der Anschlag auf das WTC und das Pentagon Fotostrecke II: Reaktionen auf die Attentate Fotostrecke III: Rettungsarbeiten in New York Fotostrecke IV: Trauerkundgebung am Brandenburger Tor Chronologie: Die Anschlagserie gegen die USA Osama bin Laden: Amerikas Staatsfeind Nummer 1 gilt als der Hauptverdächtige Es war zunächst ein Gerücht, das in New York dann umgehend den Rang einer offiziellen Meldung erhielt, die Feuerwehrleute weinen ließ: Fünf Feuerwehrmänner seien, weitgehend unversehrt und in einem Geländewagen der Marke Chevrolet zusammengepfercht, nach über 50 Stunden aus den Trümmern des World Trade Centers befreit worden.
Die Deutsche Post erwartet für die kommenden Tage die Genehmigung, wieder Briefe und Pakete in die Vereinigten Staaten und zurück nach Deutschland transportieren zu können. Wann genau mit der Aufnahme des Transportverkehrs begonnen wird, sagte ein Post-Sprecher am Freitag dieser Zeitung, sei noch nicht absehbar: "Wir erwarten die Freigabe allerdings jeden Tag.
Der Gießener Arzt und Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter (78) ist Direktor des Sigmund-Freud-Instituts Frankfurt. Viele seiner Bücher gehören zum Grundinventar der Soziallehre, darunter "Lernziel Solidarität" und "Flüchten oder Standhalten".
Massive Zerstörungen im Finanzviertel der Wall Street und weitere Einsturzgefahr der Gebäude hat die Direktionen der New Yorker Börsenplätze veranlasst, die Wiederaufnahme des Handels auf frühestens kommenden Montag zu verschieben. Aber selbst das ist nicht sicher.
Gut 2800 Hochhäuser zählt die Website Skyscrapers.com allein für New York.
Die Ankündigung der USA, die Terroranschläge mit Militärgewalt zu beantworten, hat die Angst vor einer weltweiten Rezession weiter geschürt. Ökonomen und die EU-Kommission gehen nur noch von einem sehr gedämpften Wachstum aus.
Mit hektischen Kursausschlägen haben die Finanzmärkte am Freitag auf die zunehmende Angst vor militärischen Vergeltungsaktionen der USA und ihren möglichen Folgen auch auf den Nahost-Konflikt reagiert. In Deutschland sackte das Börsenbarometer Dax um über sechs Prozent auf 4115,98 und damit auf den tiefsten Stand seit drei Jahren.
Jeder Schritt ist ein neuer Schock. Je näher man dem Stahlgerippe kommt, desto schwarzer werden die Wolken.
Die Terroranschläge in den USA hinterlassen bei den Luftfahrtgesellschaften weltweit tiefe Spuren. Zwar gab es am Freitag schon wieder vereinzelt Flüge aus den USA nach Europa, der Schock über die Attentate wird die ohnehin schwierige Lage der Branche aber noch verschärfen.
Er ist ein intellektuelles Multitalent: Rechtsanwalt, Filmemacher, Autor, Interviewer. Zudem ist Alexander Kluge, 69, verantwortlich für Sendungen wie "10 vor 11" (RTL) und "News & Stories" (Sat 1); er gründete die Firma DCTP, zu deren Programm "Stern TV" und "Spiegel TV" gehören.
Wer New York sagt, meint meistens Manhattan. Einst war Manhattan New York.
Mit Fotos in der Hand suchen Angehörige und Freunde vor den Krankenhäusern in New York nach den Vermissten der Attentate. Der Nachrichtensender CNN hat nun dazu aufgefordert, die Bilder per Mail an die Adresse missing@cnn.
Die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten werden nach Angaben der New Yorker Börse am Freitag oder spätestens am Montag wieder öffnen. "Es ist eindeutig unser Ziel, diesen Markt so schnell, wie es aus Menschenkraft möglich ist, wieder hoch zu bringen", sagte der Chef der New York Stock Exchange (NYSE), Richard Grasso, auf einer Pressekonferenz.
An den Tankstellen und den internationalen Ölmärkten ist nach den Anschlägen in den USA vorerst wieder Normalität eingekehrt. Benzin kostete an deutschen Tankstellen in etwa wieder so viel wie am Montag, dem Tag vor dem Terroristenangriff, und auch Rohöl stabilisierte sich in London leicht über dem Niveau vom Dienstag.
Die US-Bürger sind unsicher, wie sich die Konjunktur in ihrem Land kurzfristig entwickeln wird. Langfristig zeigen sie sich dagegen zuversichtlich.
Zwei Tage nach den Terrorangriffen auf die USA ist das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht abzuschätzen. In den beiden eingestürzten Hochhaustürmen des World Trade Centers in New York hielten sich nach einer Schätzung von Bürgermeister Rudolph Giuliani jeweils einige tausend Menschen auf.
Der Schock bei den Frankfurter Großbanken über die Terrorattacken in New York ist nach wie vor groß. Die Deutsche Bank vermisste am Donnerstag Mittag immer noch fünf bis zehn ihrer in New York beschäftigten Mitarbeiter.
Der Sperrung des US-Luftraums nach den Terroranschlägen in New York und Washington ist eine erste amerikanische Fluggesellschaft zum Opfer gefallen. Die bereits seit längerem angeschlagene Midway Airlines stellte am Mittwoch ihren Betrieb ein und entließ 1700 Mitarbeiter, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete.
Der verheerende Anschlag auf das World Trade Center in New York stellt auch im Bereich der Opfersuche gewohnte Verfahren auf den Kopf. "Das ist eine Sondersituation - so etwas hat es noch nicht gegeben", sagt ein Pressesprecher vom Auswärtigen Amt in Berlin.
Entgegen den Hoffnungen einiger Fluglinien wird der Luftverkehr von und nach Nordamerika voraussichtlich auch am Donnerstag bis auf weiteres still stehen. Die Deutsche Lufthansa zog ihre ursprüngliche Ankündigung zurück, sechs Flüge in die USA starten zu lassen.