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Thema

New York

Jurek Becker lebte noch, als Klaus Doldinger ihn vor einigen Jahren aus einem Berliner Radio-Studio aus grüßte. Der Saxofonist spielte eine eigene Komposition für den befreundeten Schriftsteller und Drehbuchautor, den Titelsong der Serie "Liebling Kreuzberg", die Jurek Becker erfunden hatte.

Von Christian Broecking

Wer in New York so richtig schön ausgehen will, kann für einen besseren Platz in der Oper und für ein feines Abendessen mühelos jeweils 250 Dollar ausgeben - pro Kopf, versteht sich. Aber selbst an exklusive Preise akklimatisierte New Yorker sind von der Empfehlung ihrer Behörde für Verbraucherschutz verblüfft, auf die Restaurantrechnung noch 25 Prozent Trinkgeld aufzuschlagen.

Die Menschen in dem mit Neonlicht hell erleuchteten Raum sind von den anderen Museums-Besuchern durch eine dicke Glasscheibe getrennt. Wer draußen steht, kann nur sehen, was drinnen passiert.

Von Malte Lehming

Nach einer langen Phase der Stagnation ist der Goldpreis am Montag in Asien mit 298 Dollar pro Feinunze zeitweise auf seinen höchsten Stand in über einem Jahr geschnellt. Allerdings fiel das gelbe Metall später durch Gewinnmitnahmen auf 289 Dollar und damit auf etwa dasselbe Niveau zurück, auf das es am späten Freitag nach Börsenschluss in New York geklettert war.

Die Hinterbliebenen der 100 deutschen Opfer des Concorde-Absturzes erhalten insgesamt fast 300 Millionen Mark Schmerzensgeld. Nach Angaben des Luftrechtexperten Elmar Giemulla handelt es sich bei der mit Air France und deren Versicherung ausgehandelten Summe um die höchste Entschädigung, die nach einem Flugzeugunglück in Europa gezahlt wurde.

Dies schließen Professor Ulrich Mueller von der Universität Marburg und sein Kollege Professor Allan Mazur von der Syracuse Universität in New York aus ihrer Studie über US-Offiziere. Der Grund sei, dass große Männer bessere Chancen bei Frauen hätten und oft noch eine zweite Ehe in ihrem Leben eingingen.

Der Direktor des Generalarchivs der Dominikanischen Republik bezeichnete das Buch als einen "Gully voller Dreck". Und als Mario Vargas Llosa vor einem Jahr zur Präsentation seines neuen Werkes nach Santo Domingo reiste, ließ er sich von privaten Leibwächtern schützen: es hatte unverhohlene Drohungen gegen den Schriftsteller gegeben.

Sechzig Seiten lang beschrieb Don De Lillo in seinem großen Roman "Unterwelt" (1997) den homerun in einem legendären Baseball-Spiel zwischen den Dodgers und den Giants 1951, als Ouvertüre zu einem 900-Seiten-Werk über den Kalten Krieg, den Müll, die Kunst in der Wüste, das Älter-werden und den Tod.Dreißig Seiten lang schildert De Lillo in seinem soeben erschienenen Roman Körperzeit (deutsch von Frank Heibert) minutiös ein Frühstück in einem Ferienhaus nah der Küste, das der längst vergessene Kultfilmregisseur Rey und seine 36-jährige Frau, die Performance Künstlerin Lauren miteinander und aneinander vorbei zubereiten - dann sitzt der Mann im Auto, wortlos, fährt nach New York und erschießt sich im Lehnstuhl bei seiner ersten Frau.

Hohe Schulden, ein empfindlicher Preiskampf und die schlechte wirtschaftliche Lage in den USA haben die amerikanische Telekommunikationsindustrie in die Knie gezwungen. Der Telefon- und Kabelkonzern AT & T Corp.

Der Euro hat am Montag im New Yorker Handel vorübergehend wieder zugelegt, nachdem die Währung nach Bekanntgabe des Ifo-Index kurzzeitig unter 90 Cents gefallen war. Die neuen Daten zeigten, dass auch Deutschland von der weltweiten Wirtschaftsabkühlung betroffen sei, sagten Händler.

Die in New York erscheinende deutsch- jüdische Zeitung "Aufbau" will noch in diesem Jahr ein Redaktionsbüro in Berlin eröffnen. "Wir haben die feste Absicht, das Büro in diesem Jahr zu eröffnen, die Räumlichkeiten stehen bereits fest, ebenso bestehen konkrete Vorstellungen über die personelle Besetzung", sagte Chefredakteur Lorenz Wolffers am Donnerstag.

Die Hinterbliebenen der 96 beim Concorde-Absturz im letzten Jahr getöteten deutschen Touristen werden mehr Entschädigung erhalten als jemals nach einem Flugzeugunglück in Europa gezahlt wurde. Das bestätigte die Vereinigung der französischen Luftfahrtversicherer, die Reunion Aerienne, in Paris.

Bis vor wenigen Monaten galt: Die "Old Economy" stand für Schlips, Anzug, gestärkte Hemden und ordentliche Treter. Die "New Economy" wurde dagegen von T-Shirts, Khakis und Tennisschuhen repräsentiert.

Von Rita Neubauer

Der Alptraum eines jeden Kindes: Du bist in einer großen, fremden Stadt, staunst Bauklötze, weil so viel Neues auf dich einstürmt, drehst dich einmal um - und plötzlich bist du allein. Das geschieht Nina ausgerechnet in New York, wo sie ihren Onkel besucht.

Wer in New York den Broadway hochläuft, sieht alle 500 Meter ein anderes Stadtbild. Kaum hat der Flaneur den Union Square mit dem Biomarkt und der wunderschönen "Barnes and Noble"-Buchhandlung überquert, landet er in einem Möbelviertel, in dem Geschäfte und ein großes Kaufhaus kitschige alte und kitschige neue Sofas, Sessel und Betten verkauft, die derzeit in Manhattan chic sind.

Von Andreas Oswald

Er sah perfekt aus. Jede Kleinigkeit - bis hin zum weißen Taschentuch, das dezent aus dem Revers seines maßgeschneiderten, beigefarbenen Anzugs herausragte -, ließ eher auf den Besuch einer Oper schließen als auf einen Gerichtstermin.

Von Malte Lehming

Die Bevölkerung der US-Metropole New York hat einen neuen Höchststand erreicht: Nach den Worten von Bürgermeister Rudolph Giuliani leben dort inzwischen mehr als acht Millionen Menschen. Die Bevölkerung sei binnen zehn Jahren um 9,4 Prozent gewachsen, sagte Giuliani unter Berufung auf einen im letzten Jahr erhobenen Zensus.

Die Minister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) haben sich am Freitag in Wien offenbar auf eine deutliche Drosselung der Öl-Fördermenge geeinigt, die Vereinbarung der genauen Menge stand jedoch noch aus. Ein hoher Opec-Delegierter sagte, die Mitglieder hätten sich einer Kürzung um etwa eine Million Barrel (1 Barrel entspricht 159 Litern) pro Tag angenähert.

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