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Trump verkündet: Luftraum über Venezuela sollte als „geschlossen“ angesehen werden
US-Präsident spricht Warnung „an alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenschmuggler“ aus.
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Vor dem Hintergrund der wachsenden Spannungen mit Venezuela hat US-Präsident Donald Trump den Luftraum über dem und angrenzend an das südamerikanische Land für „geschlossen“ erklärt. Auf seiner Online-Plattform Truth Social veröffentlichte Trump am Samstag eine Warnung „an alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Menschenschmuggler“. Diese sollten „bitte den Luftraum über und um Venezuela in seiner Gesamtheit als geschlossen ansehen“, hieß es.
Zuvor hatten Trump und Venezuelas Diktator Nicolás Maduro einem US-Medienbericht zufolge miteinander telefoniert. Die beiden Staatschefs hätten bei dem Telefonat ein mögliches Treffen in den USA besprochen, berichtete die „New York Times“ am Freitag. US-Außenminister Marco Rubio nahm demnach ebenfalls an dem Telefongespräch teil.
Vergangene Woche warnte die US-Luftfahrtbehörde große Fluggesellschaften vor einer potenziell gefährlichen Situation bei Flügen über Venezuela aufgrund einer sich verschlechternden Sicherheitslage und verstärkter militärischer Aktivitäten in oder um das südamerikanische Land. Venezuela entzog daraufhin sechs großen internationalen Fluggesellschaften die Betriebserlaubnis, nachdem diese ihre Flüge in das Land nach der Warnung der US-Luftfahrtbehörde ausgesetzt hatten.
Trump begnadigt in Drogenhandel verwickelten Politiker
Die USA hatten in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt – nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Washington wirft insbesondere Venezuela vor, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Zugleich begnadigte Trump aber jüngst den wegen Kokainhandels verurteilten Ex-Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández.

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Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden nach US-Angaben bislang mehr als 80 Menschen getötet und mehr als 20 Schiffe versenkt. Bei dem ersten bekannten Schlag dieser Art soll es zunächst Überlebende gegeben haben, wie der Sender CNN und die „Washington Post“ unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichteten. Daraufhin sei das Boot erneut angegriffen und die beiden Männer getötet worden.
In beiden Berichten hieß es, Verteidigungsminister Pete Hegseth habe zuvor selbst die Anweisung gegeben, „alle zu töten“. Allerdings ist laut CNN unklar, ob er vor dem zweiten Angriff von den Überlebenden wusste. Nach Informationen der „Washington Post“ wurde der zweite Schlag angeordnet, nachdem die Überlebenden gesichtet worden waren, um Hegseths Anweisung zu erfüllen. (AFP, dpa)
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