70. Filmfestspiele Berlin : Das ist die Berlinale-Jury

Die Berlinale-Jury steht fest: Über die Bären-Sieger entscheiden dieses Jahr unter anderem Bérénice Bejo und Kenneth Lonergan, mit Jury-Präsident Jeremy Irons.

Foto: Berlinale/Ammar Abd Rabbo


Und gleich die nächste Berlinale-Meldung: Die Bären-Jury steht fest. Unter Leitung des britischen Schauspielers Jeremy Irons werden insgesamt sieben Filmschaffende über die Preise bei der 70. Berlinale (20.2. -1.3.) entscheiden. Dazu gehören die aus "The Artist" und "Le passé" von Asghar Farhadi bekannte Schauspielerin Bérénice Bejo und ihr italienischer Kollege Luca Marinelli, der 2019 beim Filmfest Venedig als Titelheld in der Jack-London-Verfilmung "Martin Eden" von sich reden machte.

Als Regisseure sind der US-Amerikaner Kenneth Lonergan („Manchester by the Sea“) und die palästinensische Filmemacherin Annemarie Jacir ("Das Salz des Meeres") dabei.

Die deutsche Produzentin Bettina Brokemper („Hannah Arendt“, „Wild“) und der brasilianische Filmkritiker und Regisseur Kleber Mendonça Filho komplettieren die Runde.

Der erste Eindruck: Viel Fach- und Sachverstand ist in der Runde versammelt, die wesentlich aus Protagonisten des Autorenkinos besteht. Gut so, eben dieses Kino dominiert auch den Wettbewerb selbst.

Ein wenig vermisst man den Glamour, auch wenn Jury-Präsident Jeremy Irons ihn natürlich reichlich mitbringt. Wobei es auch Kritik an seiner Wahl gab, wegen seiner konservativen Ansichten zum Beispiel über Abtreibung und Homo-Ehe.

Foto: Berlinale/Michal Hazanavicius

Auf der 70. Berlinale laufen insgesamt rund 340 Filme. 18 Produktionen treten im Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären an. Der Alfred-Bauer-Preis für Verdienste um neue Perspektiven in der Filmkunst wird dieses Jahr ausgesetzt, wegen Enthüllungen über die NS-Verstrickung des Namensgebers und ersten Berlinale-Direktors ab 1951. Stattdessen überlegt die neue Festivalleitung Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek, einen Sonderpreis zum 70. Jubiläum von der Jury vergeben zu lassen.

Für den neu eingeführten zweiten Wettbewerb "Encounters" wurde eine eigene, dreiköpfige Jury berufen. Sie besteht aus der deutschen Regisseurin Eva Trobisch ("Alles ist gut"), der chilenischen Filmemacherin Dominga Sotomayor und dem japanischen Produzenten Shôzô Ichiyama. Tsp

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