Ausstellung : Kunstbibliothek zeigt Baukunst um 1800

Mit "Neue Baukunst: Berlin um 1800" zeigt die Kunstbibliothek ab Freitag bedeutende Werke aus ihrem Sammlungs-Bestand von Architekturzeichnungen.

Berlin - Bei der Schau in der Alten Nationalgalerie geht es um Entwürfe historischer Bauten, die heute nicht mehr vorhanden sind, zerstört wurden oder bei städtebaulichen Maßnahmen abgerissen wurden. Berlin sei besonders von diesem Schicksal betroffen gewesen, sagte eine Sprecherin der Staatlichen Museen zu Berlin.

Die Kunstbibliothek erwarb den Angaben zufolge in den 20er und 30er Jahren 165 Berliner Baumeisterzeichnungen, die in den 90er Jahren noch ergänzt werden konnten und mit Leihgaben anderer Architektursammlungen komplettiert wurden. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Facetten des Neuen Bauens in Berlin um 1800, das zugleich ein Vorgriff auf die Architekturentwicklung des 20. Jahrhunderts war.

Kaum noch Spuren vorhanden

Berlin als jahrhundertealte gewachsene Stadt beraubt sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts ihrer historischen Wurzeln. Das mittelalterliche Berlin sei bis auf die großen Stadtkirchen ebenso verschwunden wie die wesentliche Bebauung des 17. bis frühen 19. Jahrhunderts. Die Bauten der Gründerzeit, der Zweite Weltkrieg und die Abrisswelle der Nachkriegszeit haben die baulichen Zeugnisse des "Berlins um 1800" bis auf geringe Reste fast gänzlich getilgt. Das Brandenburger Tor, die Tierarzneianstalt, Schloss Bellevue sowie das Kronprinzessinnen-Palais hören zu den wenigen vorhandenen Bauten.

"Berlin um 1800" zeigt eine Umbruchepoche in Architektur, Kunst, Literatur und Mode. Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai zu sehen. (tso/ddp)

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