Berliner Gemäldegalerie : Renaissance-Passionsaltar wiedervereinigt

Schüler Albrechts Dürers: In der Berliner Gemäldegalerie wird ein um 1506 entstandener Passionsaltar von Hans Schäufelein wiedervereinigt.

Ecce homo. Schäufeleins malte um 1506 die Geißelung und Dornenkrönung Christi.
Ecce homo. Schäufeleins malte um 1506 die Geißelung und Dornenkrönung Christi.Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie/ Christoph Schmidt

Passend zum Beginn der Osterfeierlichkeiten wird in der Berliner Gemäldegalerie ein um 1506 entstandener Passionsaltar von Hans Schäufelein wiedervereinigt. Die beiden Außenseiten der Flügel befinden sich bereits seit 1821 im Besitz der Sammlung. Nun kommen, als Ankauf der Kulturstiftung der Länder und des Kaiser Friedrich Museumsvereins, die beiden Tafeln mit der Darstellung der Dornenkrönung und der Geißelung Christi hinzu. Zwei weitere Bilder aus dem Triptychon, die das Gebet am Ölberg und die Beweinung Christi zeigen, werden als Leihgabe aus dem Besitz des amerikanischen Politikers und Mäzens J. William Middendorf II. zu sehen sein.

Mehr zum Thema

Schäufelein, der um 1480 wahrscheinlich in Nürnberg geboren wurde und um 1540 in Nördlingen starb, war ein Schüler Albrecht Dürers. Sein Altar ist stilistisch stark von Dürers Holzschnittfolge der „Großen Passion“ beeinflusst. Schäufelein gehört zu den produktivsten Künstlern der deutschen Frührenaissance und wurde 1515 Stadtmaler von Nördlingen. Allerdings störten sich die Reformatoren an seinen drastischen Verbildlichungen. Nach dem Übertritt der Stadt zum Protestantismus musste Schäufeleins Werkstatt schließen. Die Bilder des Passionsaltars sind ab Karfreitag in einer Sonderpräsentation der Gemäldegalerie zu sehen.

Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!