Berliner Kinokultur : Programmkinos starten Unterstützungskampagne

Das ausbleibende Publikum trifft die kleinen Lichtspielhäuser besonders hart. Mit einer gemeinsamen Spendenaktion bitten Berliner Arthouse-Kinos um Hilfe.

Hofft auf Fortsetzung: Das Kino Delphi Filmpalast am Zoo.
Hofft auf Fortsetzung: Das Kino Delphi Filmpalast am Zoo.Foto: Christoph Soeder/dpa

Mindestens bis zum 19. April bleiben die Berliner Kinos wegen der Corona-Krise geschlossen. Gerade kleinere Lichtspielhäuser trifft der Shutdown besonders hart. 33 Berliner Programmkinos haben sich deshalb zusammengeschlossen und die Unterstützungskampagne „Fortsetzung: folgt“ auf Startnext initiiert. 

„Wie keine andere Stadt lebt und liebt Berlin seine Kinos und die europaweit einzigartige Programmvielfalt", heißt es in einer Pressemitteilung der Kampagne. „Durch die vorübergehende unfreiwillige Kreativpause sind die Berliner Programmkinos akut in ihrer Existenz bedroht, denn obwohl derzeit keine Einnahmen erzielt werden, laufen die Fixkosten weiter. Wie bei vielen anderen Kulturunternehmen auch ist es unmöglich, Rücklagen zu bilden, um solche Ausfälle kompensieren zu können.“

Die erzielten Spendeneinnahmen der Kampagne sollen an die teilnehmenden Berliner Programmkinos verteilt werden, um „einen kleinen Teil ihrer Ausgaben decken“ zu können. Die Initiative appelliert auch an die Politik: „Gleichzeitig ist auch die Politik gefragt, schnell und unkompliziert finanzielle Unterstützung zu geben, so wie es das Medienboard Berlin-Brandenburg bereits getan hat.“ (TSP)
Die Aktion startet am Freitag, 27. März 2020 und ist hier zu finden: https://www.startnext.com/fortsetzungfolgt

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