Charli XCX, Chelsea Wolfe, Trettmann : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker*nnen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Charli XCX, Chelsea Wolfe, Trettmann und Sampa.

Musik für die Streaming-Economy. Charli XCX singt, seit sie vierzehn ist - am liebsten über Einsamkeit.
Musik für die Streaming-Economy. Charli XCX singt, seit sie vierzehn ist - am liebsten über Einsamkeit.Foto: Marcus Cooper

Charli XCX: Charli (Warner)

Charli XCX macht Musik, seit sie 14 ist, aber eine Billie Eilish ist aus ihr nicht geworden. Gemeinsam mit Clairo, Haim, Sky Ferreira, Christine & The Queens, Troye Sivan und anderen vollbringt sie hier das Kunststück, in für die Streaming-Economy optimierten State-of-the-art-Cloud-Songs über die Einsamkeit und Verlorenheit der neuen Pop-Welt zu singen. Torsten Groß, Moderator

Chelsea Wolfe: Birth of Violence (Sargent House)

Gewalt ist das Thema des neuen Albums von Chelsea Wolfe, Gewalt an Schulen, Gewalt gegen Frauen, Gewalt gegen Mutter Erde und die Grundlagen unseres Überlebens. Den Doom-Schlick ihrer letzten Alben hat sie durch einen grimmig gezupften Folk-Klang ersetzt; im Titelstück klopft ein echter Poltergeist in einem Keller mit seinen kalt knackenden Knöcheln den Beat. Jens Balzer, Kritiker

Trettmann: Trettmann ((Soulforce/BMG)

Der Leipziger verwischt die Grenze zwischen Trap-Rapper und postmodernem Troubadour. Damit gewann er Preise und die Liebe der Deutschrap- Szene. Nun hat er seine Formel perfektioniert – mit einem verblüffenden Hang zu Liebesliedern. Davide Bortot, Autor

Sampa: The Great The Return (Ninja Tune)

Geboren in Sambia, aufgewachsen in Botswana und jetzt in Australien lebend reflektiert die 25-jährige Sampa Tembo in den Rap- und R’n’B-Songs ihres Debütalbums sowohl ihre Diaspora-Erfahrung als auch ihren Traditionslinien. Das Album überzeugt mit seiner angenehmen Old- School-Produktion, ist mit 77 Minuten aber etwas zu lang. Nadine Lange, Tagesspiegel

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