Chefin der Bayreuther Festspiele kehrt zurück : Katharina Wagner ist wieder gesund

Nach schwerer Krankheit nimmt Katharina Wagner ihre Arbeit für die Bayreuther Festspiele wieder auf. Zeitweise hatten Familie und Freunde um ihr Leben gebangt.

Katharina Wagner, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele.
Katharina Wagner, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele.Foto: Nicolas Armer/dpa

Katharina Wagner ist wieder da. Nach schwerer Krankheit kehrt die Chefin der Bayreuther Festspiele auf den Grünen Hügel zurück. Am Montag enden dort die Betriebsferien. „Sie kommt wieder, und sie nimmt ihre Arbeit wieder auf“, sagte der Pressesprecher der Festspiele, Hubertus Herrmann, am Mittwoch. Sie sei „vollständig genesen“, bestätigte die 42-Jährige der „Passauer Neuen Presse“. Nun wolle sie sich unter strengen Corona-Schutzvorkehrungen der Vorbereitung der Festspiele im kommenden Jahr widmen.

Ende April hatten die Festspiele mitgeteilt, dass die Urenkelin von Richard Wagner ihr Amt „bis auf Weiteres“ aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter ausführen kann. Freunde und Familie bangten zeitweise um ihr Leben. Laut „PNP“ lag Wagner sechs Wochen lang im Koma. Am Universitätsklinikum Regensburg habe man ihr „Leben gerettet“, wird sie zitiert.

Kurz bevor sie krank wurde, hatte sie wegen der Ausbreitung des Coronavirus die „Lohengrin“-Premiere in Barcelona absagen müssen. Auch die Bayreuther Festspiele mussten in diesem Jahr wegen der Pandemie ausfallen – zum ersten Mal in der Nachkriegsgeschichte des Opernspektakels. Trotzdem planen die Festspiele das kommende Jahr mit Wagners großen Chor-Opern.

Ausgefeiltes Sicherheits- und Hygienekonzept nötig

Vorgesehen ist eine Neuproduktion des „Fliegenden Holländer“. Wiederaufgenommen werden sollen „Lohengrin“, „Die Meistersinger von Nürnberg“ und auch „Tannhäuser“, der eigentlich erst 2022 aufgeführt werden sollte. Parallel dazu sollen die Proben für den neuen „Ring des Nibelungen“ von Regisseur Valentin Schwarz laufen, der eigentlich in diesem Jahr Premiere feiern sollte und auf 2022 verschoben wurde.

Die Entscheidungen des Verwaltungsrates seien mit einem gewissen Risiko verbunden, räumte der Vorsitzende Georg Freiherr von Waldenfels ein. Gerade die Aufführung der Chor-Opern erfordere ein ausgefeiltes Sicherheits- und Hygienekonzept. Auch die Übernahme von Mehr- oder Ausfallkosten müsse noch geklärt werden. Noch in diesem Jahr solle dafür ein schlüssiges Konzept vorliegen. dpa

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