Christian Lillinger, Shana Cleveland, Ratso : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Mit Christian Lillinger, Weyes Blood, Shana Cleveland und Ratso.

Der Schlagzeuger und Komponist Christian Lillinger, geboren 1984 in Lübben.
Der Schlagzeuger und Komponist Christian Lillinger, geboren 1984 in Lübben.Foto: Plaist Music / Promo

Christian Lillinger: Open Form For Society (Plaist)

Jazz als Klang der Freiheit. Das ist ein oft bemühtes Bild. Die Musik, die der Schlagzeuger und Komponist Christian Lillinger mit seinem großen Ensemble hier spielt, kann vielleicht noch als Jazz bezeichnet werden, insofern, dass der Jazz hier als Raum für größtmögliches Experimentieren dient. Hip-Hop, Techno, Neue Musik, Bop erscheinen hier in völliger Abstraktion. Andreas Müller, Moderator

Weyes Blood: Titanic Rising (Sub Pop/Cargo)

Irgendwo zwischen Enya und Bob Seeger verortet Natalie Mering selbst den Sound ihres vierten Albums. Eine humorvolle Umschreibung für ihren hoch referenziellen Kosmos, in dem 60er- und 70er-Jahre-Folk, Psychedelia, Kammer- und Filmmusik auf Elektro- und Synthiesounds treffen. Steen Lorenzen, Radio eins

Shana Cleveland: Night Of The Worm Moon (Hardly Art)

Stadtflucht macht psychedelisch: Die Gitarristin und Sängerin Shana Cleveland hat L.A. verlassen, ist ins kalifornische Hinterland gezogen und fühlt sich dort wie eine Außerirdische. So klingt auch ihre Musik: sphärische Folksongs, entschleunigt und nicht von dieser Welt. Simon Brauer, Musikjournalist

Ratso: Stubborn Heart (Rough Trade)

Larry Sloman war lange Rock’n’Roll-Journalist. Für den „Rolling Stone“ schrieb er seit den 70ern und lernte Größen wie Mike Tyson oder Anthony Kiedis kennen, deren Memoiren er mitverfasste. Sein Debüt als Crooner ist ein Rentnerwerk. Ein gemächlich plätscherndes Album voller Genüsse und geflüsterter Sehnsüchte. Kai Müller, Tagesspiegel

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