„Fulminante Bilderwelt“ : e.o.-plauen-Förderpreis für Lina Ehrentraut

Alle drei Jahre wird der Preis in Erinnerung an „Vater und Sohn“-Zeichner Erich Ohser verliehen. Diesmal ging er an Lina Ehrentraut.

Leporello: Eine neue Arbeit der Künstlerin für die Ausstellung zum e.o.-plauen-Förderpreis.
Leporello: Eine neue Arbeit der Künstlerin für die Ausstellung zum e.o.-plauen-Förderpreis.Foto: Lina Ehrentraut

Die Nachwuchskünstlerin Lina Ehrentraut hat am Freitag den e.o.plauen-Förderpreis 2019 erhalten. Geehrt werde damit ihr zeichnerisches Werk, eine „fulminante Bilderwelt, die vom Comic über das Einzelbild bis zu selbst produzierten Heften und allerlei Objekten reicht“, teilte die Stadtverwaltung Plauen mit.

„Doggy Style“: Eine Szene aus dem 2019 im Selbstverlag veröffentlichten Werk.
„Doggy Style“: Eine Szene aus dem 2019 im Selbstverlag veröffentlichten Werk.Foto: Lina Ehrentraut

Die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung wurde im Vogtlandmuseum Plauen verliehen.

Ehrentraut wurde 1993 in Neuss (Nordrhein-Westfalen) geboren und lebt seit sechs Jahren in Leipzig. Sie studiert dort an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. In ihren Werken erzähle sie zumeist von jungen Menschen, oft Frauen, die ihren Platz in der Welt suchten und dabei immer wieder an sich und anderen verzweifelten, hieß es.

Die Künstlerin zeige „Bilder und Selbstbilder voller Kraft und weitab von äußerlich zugeschriebenen Standards der Erscheinung“, erklärte Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD).

Anna Haifisch wurde 2016 ausgezeichnet

Der Förderpreis wird den Angaben zufolge alle drei Jahre an junge Künstlerinnen und Künstler der Bereiche Zeichnung, Karikatur und Illustration von der Stadt Plauen und der e.o.-plauen-Gesellschaft verliehen.

Mit der Vergabe erinnert Plauen an den Zeichner Erich Ohser („Vater und Sohn“ ), der im Vogtland geboren wurde und unter dem Pseudonym e.o.plauen arbeitete. Der Schöpfer des scheinbar harmlosen, vergnüglich-anarchistischen Paares Vater und Sohn wurde wegen seines politischen Engagements in der NS-Zeit verfolgt.

Bisher wurde der Förderpreis acht Mal überreicht, zuletzt 2016 an die Leipzigerin Anna Haifisch. epd

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