Krimi-Comic : Dickmadam, die lachte

Zidrous Krimi-Comic "Dickmadam, die lachte“ ist eine bitterböse Variante des ewig gültigen menschlichen Dramas von Lust, Gier, Schuld und Wut.

Zeichner Benoît Springer spart nicht an blutigen Bildern.
Zeichner Benoît Springer spart nicht an blutigen Bildern.Foto: promo

Manchmal kommen sie wieder ... Sie leben zusammen, sie arbeiten zusammen, geblieben ist nur der Hass. Irgendwo im australischen Outback ermordet der Emuzüchter Pep seine Frau mit dem Vorschlaghammer, wirft die Leiche auf die Ladefläche seines Pick-up und fährt raus in die Wüste. Sein Kommentar: "In den dreizehn Jahren unserer Ehe hast du zum ersten Mal eine ganze Autofahrt lang den Mund gehalten." Doch als Pep wieder nach Hause kommt, steht das Opfer in der Küche. Wie ist das möglich? Und wen hat er dann in dem Brunnen entsorgt?

Ein Drama von Schuld, Lust und Gier

Der Belgier Zidrou erzählt in seinem Krimi "Dickmadam, die lachte“ eine bitterböse Variante des ewig gültigen, schon von Klassikern des Noir-Genres wie "Double Indemnity" oder auch Edgar Allen Poe in "The Tell-Tale-Heart" beackerten menschlichen Dramas von Lust, Gier, Schuld und Wut. Gefühle, die Zeichner Benoît Springer meisterhaft in den Gesichtern seiner Figuren spiegelt, die wie der Leser langsam aber sicher das Vertrauen verlieren, Wahn und Wirklichkeit unterscheiden zu können.

Die Übersetzung führt in die Irre

Die Übersetzung des Titels jedoch führt in die Irre. Die Moritat „Elle était souriante“, die Zidrou zu seinem Buch inspirierte, und die im Anhang abgedruckt wird, hat mit dem deutschen Kinderreim absolut nichts gemein.

Zidrou & Benoît Springer: "Dickmadam, die lachte“, Schreiber & Leser, 72 Seiten, 18,80 Euro

Das Cover des besprochenen Bandes.
Das Cover des besprochenen Bandes.Foto: promo

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