Hier gibt es weitere Favoriten unserer Leser

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Update
Leseraktion : Die besten Comics 2015 - das sind die Leserfavoriten
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da haben unsere Leser unterschiedliche Ansichten.
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da...Foto: AFP

Mein Top-Favorit ist der Comic „Ms. Marvel”. Die ersten beiden Sammelbände waren einfach sehr erfrischend und ich bin sehr froh, dass man mit „Ms. Marvel” endlich eine Protagonistin hat, die einen muslimischen Migrationshintergrund besitzt. Dadurch ist der Comic an vielen Stellen witzig und originell.
Büsra Dikenli

Es kann nur einen geben: Manu Larcenet: "Blast 4 – Hoffentlich irren sich die Buddhisten", Reprodukt Verlag. Der grandiose Abschluss der vierbändigen Reihe um Polza Mancini. Die ganze Geschichte ein albtraumartiger und doch anrührender Ritt durch die Psyche eines Menschen am Rande des Abgrundes – oder schon einen Schritt weiter. Von den Bildern dermaßen eindringlich in Szene gesetzt, das es einen erschauern lässt und mitreißt. Manche Bilder und manche Seiten sind dabei so große Kunst, dass sie schon für sich kleine Meisterwerke sind, sowohl in der künstlerischen Ausführung als auch in der ihn eigenen Bildsprache. Manu Larcenet hat es einfach geschafft mit seinen vier Blast Bänden große Literatur zu zeichnen, eine Geschichte in der es im die Abgründe unserer Psyche geht; ein Ort, den Manu Larcenet virtuos beschreibt und gerade auch mit seinen düsteren Bildern auszuleuchten vermag. Dieses Jahr ist aber überhaupt voll von großartigen Comics wie: Wild: „Also schwieg Zarathustra“, Mahler: „Partyspaß mit Kant“, Hubert/Gatignol: „Petit“, Lacombe/Echegoyen: „Leonardo & Salai“ und und und … - aber ich sollte ja nur einen nenne.
Michael Sacher

Das Comic des Jahres war dieses Jahr für mich „Karnak“ von Warren Ellis, Gerardo Zaffino und Dan Brown. Es wurde beschrieben als eine Mischung aus Nietzsche und 70er-Jahre-Kung- Fu-Filmen, und das trifft es sehr gut. In der Theorie Standard-Superheldenkost, in der Praxis Warren Ellis in Hochform, ein Held der keiner ist (aber eben auch kein Antiheld) und die Schwachstelle in allem und jedem sieht. Menschen werden über das Lachen beurteilt und Schüler bekommen die essentiele Aufgabe, die Latrinen zu säubern.
Und auch dieses Jahr gab es einen neuen „Michel Vaillant“ im „Zack“, und für mich wird die 2. Staffel immer besser. Diesmal geht es um meinen Lieblingsrennsport, die Rallye, und diesmal fährt man auch die Familienteile der Geschichte so weit zurück, dass atemberaubene Landschaften und die Autos, die durch sie rasen, im Mittelpunkt stehen. Das Team um Philipp Graton leistet hier erstklassige Arbeit.
Stefan Immel

Mein Comic des Jahres ist ganz klar „Ein Sommer am See“ von Jilian und Mariko Tamaki bei Reprodukt. Auch wenn ich schon lange aus dem Teenageralter rausgewachsen bin, war ich durch die sympathischen Figuren und die wunderbaren Zeichnungen (all diese Schattierungen von blau - so schön) sofort in der Geschichte gefangen. Im Gegensatz zu anderen Coming-of-Age-Geschichten konnte ich mich beim Lesen und Bewundern der Bilder mit den beiden Protagonistinnen identifizieren. Nicht nur ein Comic für Teenies - ganz klar!
Katharina Richter

Ich denke, dass „Schattenspringer 2“ der beste Comic 2015 war. Warum? Weil der erste „Schattenspringer“ dies bereits verdient hätte, sich wohl aber nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte. Jetzt wird’s aber Zeit, die Konkurrenz dieses Jahr ist deutlich schwächer. Daniela Schreiter hat mit ihren beiden Comics entscheidend zur Aufklärung zum Thema Autismus bzw. Asperger-Syndrom beigetragen. Durch ihren verständlichen und einfach gehaltenen Stil kann es quasi jeder verstehen.
Oliver Bohl

„Little Nemo - Rückkehr ins Schlummerland“ - Band 1 aus dem Splitter Verlag. Eric Shanower („Der Zauberer von OZ“), Gabriel Rodriguez und Nelson Daniel spinnen neue Geschichten mit den bekannten Charakteren aus dem Schlummerland (allen voran die Prinzessin und Flip) und einem neuen Nemo. Der Spagat zwischen der Bewahrung des Originals von Winsor McCay und der notwendigen Modernisierung wirkt nie aufgesetzt und in sich stimmig. Die Figuren agieren verständlich und nachvollziehbar, gleichzeitig aber auch selbstbewusster und aktiver als im Original. Besonders die Prinzessin darf sich noch weiter emanzipieren. Dass Flip das Rauchen aufgeben muss, ist die einzige Tatsache, die ein wenig schmerzt. Gleichzeitig werden solche Änderungen aber gut eingebunden und konsequent aber spielerisch umgesetzt. Die Handlung selber ist episodenhaft, wird jedoch durch einen charmanten roten Faden zusammengehalten. Das Artwork nimmt in Bezug zum Original natürlich einen besonderen Stellenwert ein. Diese Klasse kann Rodriguez nicht erreichen und ohnehin wäre ein derartiger Stil kaum aktuell. Und doch bedient sich Rodriguez vieler stilistischer Mittel, die frisch wirken und den Comic beleben. Er spielt mit den Panels und treibt doch die Story gut voran. Dabei wird das Original immer in Ehren gehalten. Alles wirkt in sich stimmig. Ein Hingucker sind dann noch die Farben von Nelson Daniel, die das Gesamtpaket abrunden. Eine derart schöne Fortsetzung/Neuauflage hat man selten und hier passt vieles zusammen. Für jedes Kind und Kind im Manne/in der Frau geeignet. Einfach gelungen.
Holger Wedeking

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