Hier gibt es weitere Favoriten unserer Leser

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Update
Leseraktion : Die besten Comics 2015 - das sind die Leserfavoriten
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da haben unsere Leser unterschiedliche Ansichten.
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da...Foto: AFP

Mein Top-Comic des Jahres 2015 ist „Fahrradmod“ von Tobi Dahmen! Mit viel Zeit (ca. 8 Jahre) hat Tobi Dahmen seine Jugend in der Roller- und Mod-Szene aufgearbeitet und sie in einem Comic mit realen Personen zu Papier gebracht. Ein ganz tolles Buch ist so entstanden.
Carsten Lichnau

„Richtung“ von Marc-Antoine Mathieu. Wahnsinn, wie Mathieu das Medium immer wieder hochinnovativ bearbeitet. Ihm gehen anscheinend nie die Ideen aus! Nach seinen genialen Comics über Julius Corentin Acquefaques („Der Ursprung“, „Die 4 F...“, „Der Wirbel“ etc.) ist sein neues Werk ein wahrlich wahnwitziger, surrealer Trip, ganz ohne Worte, das wieder mal zeigt, dass Comic und Film sehr enge Verwandte sind. Man kann das Werk, mit seinen Sinn- und Richtungsfragen auf jeder Seite, sowohl hochphilosophisch, als auch einfach nur als tolle Unterhaltung goutieren. Chapeau!
Rolf Maidhof

Mein Lieblingscomic der vergangenen 12 Monate: „Doctor Who (Neue Abenteuer mit dem Zehnten Doctor) - Herrschaft des Schreckens“, Band 1. Unter vielen Comics, die ich in dem Zeitraum gelesen habe, viel die Wahl auf einen wahrlich nicht leicht und doch wurde vor kurzem einer der wenigen Comics veröffentlicht, die einem nach dem Lesen, dass Gefühl geben danach für kurze Zeit nichts sagen zu wollen und das Gelesene erst einmal sacken zu lassen. Nicht weil es gewalttätig oder anders extrem ist, sondern weil es einfach etwas wunderbares war, was es zu verdauen gilt, und „Doctor Who“ hat mir schon viele solcher Momente geschenkt, so auch dieser Comic - der von dem Zeichenstil und der Story einfach super harmoniert. Außerdem schafft dieser Comic meiner Meinung nach perfekt die Gradwanderung, langjährige Fans der BBC-Serie sowie Leser, die den Doctor vorher noch nicht kannten, zu begeistern - und eben auch unbedarfte Leser nicht zu überfordern.
Maik Meyer

Mein Topcomic der letzten 12 Monate war „Sunstone“ (sowohl gedruckt erhältlich als auch auf Deviantart unter shiniez.deviantart.com zu lesen). Knackig erotisch, dabei mit Missverständnissen über BDSM aufräumend und wunderbare Charaktere zeichnend - sowohl im wörtlichen als auch metaphorischen Sinne. Kurz: „50 Shades“ ohne Missbrauchsbeziehung
in gut.
Andreas Gruner

Im Verlag Reprodukt erschienen im Jahr 2015 die Abschlussbände zweier Comicreihen, die in Ihrer Vollständigkeit, zu dem besten gehören, was der zeitgenössische Comic aufzuweisen hat. Charles Burns beendet seine Trilogie um den Teenager Doug mit „Zuckerschädel“, wie nicht anders von ihm zu erwarten war, mit einem vielschichtigen, offenen Ende, dass eine Erklärung für sein Mosaik aus Traum und Realität liefert und trotzdem rätselhaft und mysteriös bleibt. Ein surrealer Alptraum mit verstörenden Bildern, präsentiert in makellosen Zeichnungen und vom Autor meisterhaft kontrolliertem Storytelling. Mit dem Abschluss seiner Geschichte um den Landstreicher Polca Mancini, „Hoffentlich irren sich die Buddhisten“ vollendet Manu Larcenet die abgründigste Charakterstudie des Comics. Ein kompromissloses, düsteres und gerade deshalb, grandioses Finale, dessen wohl durchdachter Aufbau der Gesamterzählung, sich erst mit dem letzten Band offenbart. Charles Burns und Manu Larcenet legen mit Ihren jeweiligen Comics Paradebeispiele vor, die beweisen, was der Comic als erzählende Kunstform zu leisten im Stande ist.
Michael Lauterbach

Für mich ist der beste Comic der letzten 12 Monate „Ein Sommer am See" von Mariko und Jillian Tamaki. Stimmung, Zeichnungen, Story: Ich finde, das ganze Werk ist eine richtig runde Sache. Ich habe viele gute Comics gelesen dieses Jahr, aber die größte Sogwirkung hatte für mich dieser.
Katharina Netolitzky

Mein Favorit: Tobi Dahmens „Fahrradmod“. Wenn man in den achtziger Jahren in einer Kleinstadt aufwuchs, hatte man sehr gute Chancen, ein Konformist zu werden. Wer sich gegen Tanzkurs und Blouson-Jeansjacke entschied, musste sich an den Gedanken gewöhnen, für seltsam und „anders“ gehalten zu werden. So wie Tobi Dahmen, der in seiner autobiografischen Graphic Novel davon erzählt, wie er angezogen von Musik und der Aussicht, ein weniger gewöhnliches Leben zu führen, im nordrheinwestfälischen Wesel ein Modernist, ein Mod, wurde - und blieb. Die ganze Gesichte macht enorm viel Spaß in ihrer Vielschichtigkeit, auch weil es der in Utrecht lebende Künstler die Story so "gerade" erzählt, dass man sofort drin ist - und bleiben möchte. Tobi Dahmen kennt das Medium Comic, weiß, dass es dem Film oft viel näher steht als dem Buch. Rahmenhandlungen, Rückblenden, Kamerafahrten, Ein- und Auszoomen - all das sorgt für ein fast filmisches Leseerlebnis.
David Lins

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