Hier gibt es weitere Favoriten unserer Leser

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Update
Leseraktion : Die besten Comics 2015 - das sind die Leserfavoriten
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da haben unsere Leser unterschiedliche Ansichten.
Nachschub. Das neue Asterix-Album war einer der Bestseller des vergangenen Jahres - aber war es auch einer der besten Comics? Da...Foto: AFP

Mein Favorit ist „Flix - Schöne Töchter“. Die Geschichten sind visuell wie inhaltlich eine Wucht, die mich bei jeder Gelegenheit in die Magengrube fährt. Eine fantastische Sammlung, die ich nur empfehlen kann. Flix konnte mir übrigens alle Fragen, die ich noch zur Veröffentlichung hatte, beantworten.
Markus Gruber

Meine TOP 3 für das Jahr 2015:
„Sunstone/Sonnenstein“ (Image / Panini). Erneut hat sich ein Werk des kroatischen Künstlers Stjepan Šejić in meine Bestenliste eingeschlichen. Und das völlig zu Recht. „Sunstone“ ist eine Liebesgeschichte der besonderen Art. Nicht, weil es hier um lesbische Liebe geht oder um BDSM, sondern weil uns der Autor und Künstler mit diesem Werk vor Augen führt, dass wir alle nur Menschen sind. Niemand ist so perfekt, wie er sich vielleicht nach außen geben mag. Wir alle sind zutiefst verletzliche, unsichere Wesen. Doch immer dann, wenn wir den Schritt ins Leere wagen, die Reise ins Unbekannte antreten, allen Mut zusammennehmen und uns einem anderen Menschen völlig öffnen, können wir etwas finden, was jegliches Risiko wert ist: die eine große Liebe.
„Steam Noir“ (Cross Cult). Mit Band 4 der Dampfpunkreihe des dynamischen Schöpferduos Felix Mertikat und Verena Klinke neigt sich die Reise durch die Äthernebel dem Ende zu. Tote, die auf unerklärliche Weise ins Leben zurückkehren und dabei bizarre Verzerrungen der Realität verursachen, lebendige Mechandros und dampfbetriebene Cyborgimplantate sind nur ein paar der Elemente, die „Steam Noir“ einzigartig und lesenswert machen. Begleiten wir Maschinenmensch Herrn Hirschmann, Bizarromant Lerchenwald und eine ganze Welt voller faszinierender Individuen auf dem letzten Stück des Weges. Es lohnt sich!
“Perry Rhodan“ (Cross Cult). Für die relativ neue Comic-Serie Perry Rhodan möchte ich aus dem gleichen Grunde meine Stimme abgeben, aus dem Obama den Friedensnobelpreis und Bushido den Bambi für Integration erhalten hat, in der Hoffnung, dass hier etwas geleistet wird und dass sich ein Potential entfaltet. Seit bald 55 Jahren erscheinen Woche für Woche die Abenteuer des größten deutschen Science-Fiction-Helden am Kiosk. Trotz internationaler Vermarktung, trotz Videospielen, Fernsehfilm, ergänzenden Romanen, Hörspielen usw. fristet der „Erbe des Universums“ ein unverdientes Schattendasein in den Wohnzimmern und Kellern der alternden Leserschaft. Ich hoffe, dass Cross Cults Comic-Adaption den unsterblichen Terraner aus den verqualmten Lesesesseln ins Licht der Öffentlichkeit teleportiert und dort auf fruchtbaren Boden, bei einer neuen, aufgeschlossenen Fangeneration trifft.
Marc Schmitz

Mein Top-Comic 2015 war unter anderem „Ein Sommer am See“ von Mariko Tamaki & Jillian Tamaki (Reprodukt), da universelle Themen trotz lockerer Sprache und heiteren, wunderschönen Bildern mit einer unerwarteten Tiefe behandelt werden. Weitere Favoriten sind „Ich, der Mörder“, „Die Heimatlosen“ und „Wie zerknülltes Papier“, die mir (im Original) sehr gut gefallen haben, bei denen ich allerdings nicht objektiv bin, da ich sie selbst übersetzt habe.
André Höchemer (www.alemol.com)

Der beste Comic für mich war im letzten Jahr „Schöne Töchter" von Flix. Einfach weil die Geschichten sehr schön aus dem "echten" Leben entnommen zu sein scheinen. Alleine schon das Cover mit der Anerkennung der ganzen Vielfalt weiblicher Körperformen, die alle "Schöne Töchter" sind, finde ich schon bemerkenswert.
Martin Spinrath

Mein Vorschlag für den Comic des Jahres ist Scott McClouds „The Sculptor“ („Der Bildhauer“), ein wirklich monumentaler Comic, der es schafft, die Grenzen des Mediums völlig auszunutzen. Dabei wird auch eine wunderschöne Geschichte erzählt, mit der auch aktuelle Themen wie Depressionen besprochen werden. Insbesondere wie McCloud dabei das klassische Motiv des Teufelspakts einbindet, verdient eine Würdigung. Vom künstlerischen Standpunkt aus ist der Comic wunderbar, der akzentuierte Stil sticht aus der Reihe von aktuellen Mainstreamcomics heraus.
Jelte Schmitz

Die Ergebnisse unserer Leseraktion vom vergangenen Jahr finden Sie unter diesem Link.

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