• Daniel Blumberg, Alex Izenberg, Makaya McCraven: Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Daniel Blumberg, Alex Izenberg, Makaya McCraven : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/innen ab 21 Uhr auf Radio eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Daniel Blumberg, Alex Izenberg, Omar Rodriquez-Lopez, Makaya McCraven

Der 30-jährige Londoner Musiker Daniel Blumberg.
Der 30-jährige Londoner Musiker Daniel Blumberg.Foto: Mute

Daniel Blumberg: On & On (Mute)
Der 30-jährige Musiker aus London zwingt einen, über Grenzen nachzudenken. Wann fängt ein Song an, wann hört er auf? Was macht ihn aus? Die Melodie oder das vage Gefühl von Kontinuität? Denn er und seine Mitstreiter (Cello, Violine, Bass, Drums) bewegen sich so konsequent zwischen Songwriting und freier Improvisation, dass sich beides nicht mehr ausschließt. Interessanter hat Dekonstruktion selten geklungen. Kai Müller, Tagesspiegel

Alex Izenberg: Caravan Chateau (Domino)
In die Songwelt von Alex Izenberg vorzudringen, erfordert Zeit. Wer sie aufbringt, hört surreale Parallelwelten der US-amerikanischen Westküste und Izenbergs Versuch, seine 60s-Heroen Harry Nilsson und Van Dyke Parks zu beerben. Dabei erschafft der Musiker aus L. A. penibel orchestrierte „Pop-Kunstwerkchen“, die ihren Reiz haben, sich darin aber zu sehr selbst gefallen. Fanny Tanck, Kulturjournalistin

Omar Rodriquez-Lopez: The Clouds Hill Tapes (Clouds Hill)
Clouds Hill ist ein Tonstudio in Hamburg, das noch auf die Kraft des Analogen setzt. Hier hat ORL seiner ohnehin schon beeindruckenden Diskografie ein weiteres wichtiges Kapitel hinzugefügt. Die Rockmusik erfindet der US-Musiker mit diesen Aufnahmen zwar nicht neu, aber zumindest zeigt er einen möglichen Weg, wie Gitarren vielleicht wieder aus dem Loch herausgeholt werden können. Martin Böttcher, Musikjournalist

Makaya McCraven: Universal Beings E & F Sides (International Anthem)
Es muss die Hölle für Makaya McCraven sein, nicht touren zu können. Besteht doch die Basis seiner Musik darin, mit so vielen Musiker*innen wie möglich an verschiedenen Orten zu arbeiten und in der Kommunikation Neues zu erschaffen. Dazu gehört auch, das gesammelte Material daheim im Studio zu editieren. Das hat der Schlagzeuger aus Chicago für dieses Projekt getan. Der Groove ist immer da und alles fließt. Andreas Müller, Moderator


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