Dirty Projectors, Wiz Khalifa, Lotic : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jede Woche stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Dirty Projectors, Wiz Khalifa, Lotic und Mikaela Davis.

Organisiertes Chaos. Mit ihrem neuen Album "Lamp Lit Prose" setzen die Dirty Projectors zu einem Feuerwerk der Reminiszenzen an.
Organisiertes Chaos. Mit ihrem neuen Album "Lamp Lit Prose" setzen die Dirty Projectors zu einem Feuerwerk der Reminiszenzen an.Foto: Jason Frank Rothberg

Dirty Projectors: Lamp Lit Prose (Domino)

Zuletzt arbeitete Dave Longstreth seinen Liebeskummer auf, nun widmen sich seine neu besetzen Dirty Projectors einem organisierten Chaos aus Bläsern, Beats, Streichern, Funk-Gitarren, Reminiszenzen an Peter Gabriel, Prince, Indie-Folk, Soul sowie an das eigene Frühwerk. Wobei die Komposition wundersamerweise nie auf der Strecke bleibt. Torsten Groß, Moderator

Wiz Khalifa: Rolling Papers 2 (Warner)

Wiz Khalifa ist der erfolgreichste mittelmäßige Rapper aller Zeiten. Nun findet er zurück zu alter Form – laut eigener Aussage. 25 Songs lang arbeitet es sich an derselben Formel ab, die ihn seit über zehn Jahren verlässlich an die Spitze der Charts führt: einer ziemlich drögen Version des guten alten Ich-kiffe-und-gebe-Geld-aus-Raps. Geduldsprobe. Dennis Pohl, Spex

Lotic: Power (Tri Angle)

Zeitweise obdachlos, entschied der aus Texas stammende Elektronik- Musiker Lotic, sein Debütalbum zu einem Statement der Selbstermächtigung zu machen: Mit zauberhaft experimentellen und schroff herausfordernden Sounds nimmt er Abschied von seiner maskulinen Persönlichkeit – und erfindet sich, erstmals auch singend, als genderfluider Popstar neu. Andreas Borcholte, Spiegel Online

Mikaela Davis: Delivery (Rounder Records)

Dass man mit der Harfe nicht nur klassische Musik machen kann, haben schon Alice Coltrane und Joanna Newsome eindrucksvoll bewiesen. Die 26-jährige US-Amerikanerin Mikaela Davis benutzt sie auf ihrem Debütalbum mal als dezentes Begleitinstrument, mal als Spezialeffektgerät für ihre feinen Retro-Folkpop-Songs. Nadine Lange, Tagesspiegel

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