Düsseldorf : Rheinoper bleibt länger Provisorium

Die provisorische Behelfsbühne "RheinOperMobil" neben dem Landtag in Düsseldorf wird noch bis Mitte August die Deutsche Oper beherbergen. Der verspätete Umzug ins Stammhaus wird die Stadt nun rund 2,4 Millionen Euro kosten.

Düsseldorf/Duisburg - Die Deutsche Oper am Rhein wird entgegen aller Planungen vier Monate länger in ihrem Düsseldorfer Behelfsdomizil bleiben. Die ursprünglich für Anfang April vorgesehene Wiederaufnahme des Spielbetriebs im frisch renovierten Stammhaus werde sich nach bisheriger Planung bis nach den Theaterferien Mitte August verzögern. Wie Opern-Generalintendant Tobias Richter erklärte, habe man nun mit allen Beteiligten eine zuerst fragliche weitere Nutzung der Behelfsbühne "RheinOperMobil" neben dem NRW-Landtag vereinbaren können.

Die Finanzlücke durch die geringeren Einnahmen und den technischen Aufwand von insgesamt 2,4 Millionen Euro schließe nach einem jüngsten Ratsbeschluss die Stadt Düsseldorf mit einem Sonder-Zuschuss, sagte der geschäftsführende Direktor der Oper, Jochen Grote. Die von den beiden Städten Düsseldorf und Duisburg getragene Rheinoper war wegen dringender Renovierungsarbeiten vor einem Jahr in einen provisorischen Rundbau umgezogen, der aber mit 700 Sitzen nur etwa halb so viele Zuschauer fassen kann wie das eigentliche Opernhaus.

"La Traviata" zur Eröffnung

Er hoffe nun, am 18. August mit Verdis "La Traviata" die frisch renovierte Oper in der Innenstadt wiedereröffnen zu können, betonte Intendant Richter: "Es war ein Albtraum für uns, dass wir zum x-ten Mal den Spielplan umplanen mussten." Die Verzögerung auf der Baustelle sei "offensichtlich im Binnenverhältnis zwischen einer Firma und der Bauleitung" begründet.

Für die Spielzeit 2007/2008 kündigte der Generalintendant zwei Uraufführungen an: So hebe sich am 1. März 2008 erstmals der Vorhang für das Ballett "Die Jüdin von Toledo" in der Choreografie von Youri Vamos nach dem Roman Lion Feuchtwangers. Als musikalische Komödie aus der Welt der Mode werde "Fashion" des 1953 geborenen italienischen Komponisten Giorgio Battistelli am 26. Januar 2008 erstmals zu erleben sein. (tso/dpa)

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