Entlassungen und Rücktritte : Debakel am Staatstheater Cottbus

Chaos in Cottbus: Nach Generalmusikdirektor Christ und Intendant Schüler, wurde nun auch der Vorstandsvorsitzende der Brandenburgischen Kulturstiftung Martin Roeder entlassen.

Martin Schüler, Intendant des Staatstheaters Cottbus, will zum Ende der Spielzeit gehen.
Martin Schüler, Intendant des Staatstheaters Cottbus, will zum Ende der Spielzeit gehen.Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Der Vorstandsvorsitzende der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt/Oder, Martin Roeder, wurde am Donnerstag fristlos entlassen. Grund sei das zerstörte Vertrauensverhältnis zwischen dem Stiftungsrat und Roeder nach den Vorgängen am Staatstheater Cottbus, für die die Kulturstiftung zuständig ist, hieß es seitens des Stiftungsrats. Roeder hatte Ende April den wegen cholerischen Verhaltens in die Kritik geratenen Generalmusikdirektor des Staatstheaters Evan Alexis Christ beurlaubt, dann gab auch Intendant Martin Schüler seinen Rücktritt zum Ende der Spielzeit bekannt.

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Nun zieht die Krise weitere Kreise, und auch Roeder selbst muss gehen. Kommissarisch soll kurzfristig René Serge Mund die Geschäfte bei der Kulturstiftung übernehmen. Mund, der bis 2017 als Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg GmbH tätig war, kennt das Staatstheater Cottbus gut: Von 2005 bis 2012 war er dort selbst Geschäftsführer. Es gehe nun darum, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und die hohe künstlerische Qualität des Hauses zu sichern, teilte der Stiftungsrat mit. Auch das Vertragsende mit Christ soll nun zügig herbeigeführt werden. Tsp

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