Esel statt Roller? : Oberammergauer Jesus wird doch nicht E-Scooter fahren

Tierschützer hatten gefordert, dass der Christus-Darsteller der Passionsspiele umsattelt. Jetzt teilen die Organisatoren mit: daraus wird nichts.

Bei den Oberammergauer Passionsspielen soll Jesus weiterhin auf einem Esel reiten.
Bei den Oberammergauer Passionsspielen soll Jesus weiterhin auf einem Esel reiten.Foto: Tobias Hase/dpa

Jesus Christus wird bei den berühmten Oberammergauer Passionsspielen im nächsten Jahr nicht auf dem E-Tretroller nach Jerusalem einziehen. Wie eh und je werde Gottes Sohn auf einem Esel reiten, teilten die Passionsspiele am Montag mit. Das Veterinäramt des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen (Bayern) stellte klar, dass grundsätzlich dem traditionellen Ritt auf dem Esel nichts entgegenstehe.

Die Behörde werde wie stets in solchen Fällen kontrollieren, sagte Landratsamtssprecher Stephan Scharf. „Das wurde vor zehn Jahren so gehandhabt. Auch damals wurde geschaut, ob alles mit dem Tierschutzgesetz konform geht.“ Dazu gehöre, ob das betreffende Tier für die Aktion geeignet und stark genug sei, den Jesus die nötige Strecke - ungefähr 30 Meter - zu tragen. Sollte ein Veterinär ein Tier für nicht geeignet halten, könne Ersatz gesucht werden.

Die Organisation Peta hatte den Ritt eines erwachsenen Christus-Darstellers auf einem Esel als tierschutzwidrig gesehen und den Ersatz des Tieres durch einen E-Scooter vorgeschlagen. (dpa)

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