Fat Freddy's Drop, Georgia und Chromatics : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-kritikerinnen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Fat Freddy's Drop, Georgia und Chromatics.

Wieder dabei. Die neuseeländische Band Fat Freddy's Drop, hier vergangenes Jahr bei einem Konzert in Womadelaide in Australien.
Wieder dabei. Die neuseeländische Band Fat Freddy's Drop, hier vergangenes Jahr bei einem Konzert in Womadelaide in Australien.Foto: Morgan Sette/ Saige Prime

Fat Freddy’s Drop: Special Edition Part 1 (The Drop)

Die bedröhnten Dub-Meister aus Neuseeland begeben sich bald auf eine Welt-Tournee und da braucht es ein paar neue Skizzen, aus denen sich dann live die fetten Bassbilder malen lassen, die aus der Club-Kapelle einen der größten Konzert-Acts des Planeten haben werden lassen. Auf jedem Fat Freddy’s Drop -Album gibt es den einen großen Burner, um den sich dann ein paar hübsche Tracks versammeln. Andreas Müller, Moderator

Georgia: Seeking Thrills (Domino)

Wenn die Londoner Session-Drummerin Georgia Barnes nicht weiter weiß, geht sie tanzen. Dort, wo das Leben nur noch aus Rhythmus besteht, fühlt sie sich zu Hause. Nun hat sie ihren eigenen Soundtrack zu diesem Leben geschrieben. Elektronisch, elektrisch, ekstatisch. Eine Platte gegen das Phlegma, die Grübelei und die Einsamkeit. Fanny Tanck, Musikjournalistin

Chromatics: Closer To grey (Italians Do It Better/Rough Trade)

Lange angekündigt, sehnsüchtig erwartet und jetzt irgendwie doch überraschend da: Das neue Album der Chromatics aus Portland. Es bietet nichts revolutionär Neues, sondern den bewährten, noch einmal perfektionierten Sound aus euphorisch-verzagtem Mädchengesang, der sich mit einem analogen Maschinenarsenal messen muss. Wem da nicht warm ums Herz wird, der hat keines. Christian Seidl, Berliner Zeitung

Field Music: Making A New World (Memphis Industries)

Von einem Konzeptalbum über den Ersten Weltkrieg erwartet man vielleicht etwas wie „Lament“, mit dem die Einstürzenden Neubauten 2014 den Horror der Schützengräben vertonen wollten. Die britische Band Field Music schreibt hingegen Songs über unmittelbar oder indirekt mit dem Krieg zusammenhängende Themen, die sie in einen zwischen New Wave, weißem Brit-Funk und Progrock vermittelnden Sound verpacken. Eine kurzweilige, kuriose und lehrreiche Pop-Geschichtsstunde. Jörg Wunder, Tagesspiegel

[Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen: www.tagesspiegel.de/pop]

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