Filme der Generation Kplus : Kinderreporter berichten von der Berlinale

„Louis und Luca – Auf zum Mond!“, „Sune vs. Sune“ und „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“: Drei schöne Filme für Kinder auf der Berlinale.

Salsa tanzen? Wenn Tess das will, dann macht Sam das. Aus „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“.
Salsa tanzen? Wenn Tess das will, dann macht Sam das. Aus „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“.Foto: Sal Kronenberg

Zwischen den Ländern der Welt gibt es einen Wettstreit: Wer zuerst mit einer Rakete auf dem Mond landet, dem gehört der Mond. Natürlich möchte Norwegen den Mond erobern! Die Elster Louis und der Igel Luca sind dabei. Nicht zu vergessen Alfie, der Erfinder. Sie entwickeln ein Raketenmodell. Beim Probeflug geht einiges schief, denn ausgerechnet da guckt die komische, tollpatschige und ein bisschen nervige Bürgermeisterin zu.

Trotz der vielen Bedenken, die Luca hat, bauen sie in der Scheune eine richtige Rakete. Louis soll gemeinsam mit einem Politiker auf den Mond fliegen, Alfie steuert die Rakete von der Erde aus. Ein eifriger Fernsehreporter verfolgt das Geschehen, ganz Norwegen fiebert mit. Es beginnt eine abenteuerliche Reise, an der auch zwei blinde Passagiere teilnehmen …

Vielleicht kennt ihr Louis und Luca schon, zwei Kinofilme mit der Elster und dem Igel hat es bereits gegeben, dieser hier ist der dritte und letzte in der Reihe. Die Filme kommen aus Norwegen, deshalb beginnt und endet die Geschichte auch dort.

Obwohl ich eigentlich lieber Filme mit echten Menschen mag, haben mir die Animationen sehr gut gefallen. Es gibt viele lustige Momente, die Geschichte ist spannend und ich mag die Musik im Film. Auch das Berlinale-Publikum war begeistert. „Louis und Luca – Auf zum Mond!“ ist für Kinder ab sieben Jahren gedacht. Ich würde ihn aber schon Vorschulkindern empfehlen. Gesa Vondenhoff, neun Jahre

15.2., 13 Uhr (HKW)

Das Beste bist du selbst!

Drei Kinder galoppieren durch den Wald, wo lauter Skelette liegen. Sie tragen Umhänge mit Kapuzen wie in „Der Herr der Ringe“. Es sieht kurz so aus, als müssten sie gegen ein Heer von Kriegern kämpfen. Die Kinder haben Mittelalterschwerter, Laserschwerter und Laserpistolen. Plötzlich stampft ein schlimm aussehender Riese über einen Berg, Erdbrocken fallen, der Riese speit Rauch und brüllt sehr laut. Dann steht plötzlich der Vater da, denn in Wirklichkeit sind die Kinder auf einem ganz normalen Spielplatz. Der Vater schimpft, dass sie längst zu Hause sein sollten!

In dem schwedischen Kinderfilm „Sune vs. Sune“ geht es um zwei Jungen, die beide Sune heißen. Der eine ist neu in der Klasse. Er lügt, um besser bei den anderen Kindern anzukommen, erzählt, dass er aus Amerika kommt und tolle Sachen erlebt hat. In Wirklichkeit kommt er nur aus einer anderen Stadt. Die beiden Sunes haben ganz schön viel Konkurrenz miteinander. Der alte Sune will ihn auffliegen lassen, und das klappt auch. Aber dann will der neue Sune am liebsten abhauen und zurück zu seinem Papa, und der alte wird von seinem schlechten Gewissen verfolgt. Am Ende werden die beiden Jungen Freunde, weil sie beide wissen, dass sie etwas falsch gemacht haben und es ihnen leidtut. Im Film sind am Ende alle ehrlich miteinander und werden Freunde.

Ich fand den Film sehr gut. Es gab viel zu lachen, tolle Fantasien und die Personen haben echt lustige Sachen gemacht. Besonders gut gefallen hat mir, dass Kinder und Eltern am Anfang des Films was Besseres sein wollten als sie selbst und am Ende verstanden haben, dass man das gar nicht braucht. Konrad Becker, zehn Jahre

14.2., 12.30 Uhr (Zoo 1), 17.2., 10 Uhr (HKW).

Besondere Freundschaft

Der Familienurlaub auf der niederländischen Insel Terschelling könnte nicht besser sein: Sonne, Strand und gutes Essen. Doch dann bricht sich Sams großer Bruder Jorre das Bein, und Sam muss darüber nachdenken, was es heißt, der Jüngste in der Familie zu sein. Am Ende wird er alleine übrigbleiben! Während Papa und Jorre im Wartezimmer der Inselärztin sitzen, lernt Sam die zwölfjährige Tess kennen, ein seltsames Mädchen mit einem seltsamen Plan, mit dem sie ihren Vater kennenlernen will. Ihre Mutter weiß nichts davon, und Tess hat nur ein paar Tage Zeit, bis ihr nichts ahnender Vater wieder abreist. Eigentlich wollte Sam das Alleinsein trainieren, damit er das später kann. Doch im Lauf der Geschichte lernt er zusammen mit Tess, wie wichtig die Familie ist, und zwischen den beiden entsteht eine besondere Freundschaft.

Mir hat „Meine wunderbar seltsame Woche mit Tess“ sehr gefallen, denn er ist sehr witzig, vermittelt eine Botschaft und ist an manchen Stellen auch etwas traurig. Nur an ein paar Stellen fand ich ihn ein bisschen langweilig. Kinder, die das Buch von Anna Woltz gelesen haben, werden auch bemerken, dass es keine Eins-zu-eins-Verfilmung ist. Trotzdem ist es ein schöner Film, den man sich mit der Familie zusammen anschauen sollte. In unserer Vorstellung musste der ganze Kinosaal bei den Witzen laut lachen. Ich kann ihn nur empfehlen! Lina Sara Musa, elf Jahre

14.2., 13.30 Uhr (HKW), 15.2., 15.30 Uhr (FaF).

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