Filmstar Stéphane Audran gestorben : Eleganz und Diskretion

Sie drehte 15 Filme mit Chabrol und Klassiker wie „Babettes Fest“ oder „Der diskrete Charme der Bourgeoisie. Jetzt ist Stéphane Audran mit 85 Jahren gestorben.

Stéphane Audran 1987 bei Dreharbeiten mit Claude Chabrol.
Stéphane Audran 1987 bei Dreharbeiten mit Claude Chabrol.Foto: AFP

Stéphane Audran, die mit 85 Jahren am Dienstag gestorben ist, galt als Inkarnation von Eleganz und Diskretion. Die Schauspielerin, die 1932 als Colette Suzanne Dacheville in Versailles geboren wurde, ist in Filmen von Claude Chabrol bekannt geworden, mit dem sie von 1964 bis 1980 verheiratet war. Sie trat in 15 seiner Melodramen und Krimis auf, von ihrem Debüt in „Schrei, wenn du kannst“ (1959) über „Die untreue Frau“, „Der Schlachter“ und „Der Riss“ bis zu ihrer letzten Zusammenarbeit in „Betty“ (1992).

Karrierestart im Theater

Mit Gabriel Axel drehte sie die Karen-Blixen-Verfilmung „Babettes Fest“, mit Luis Buñuel den Klassiker „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“, der 1973 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt und ihr den britischen Filmpreis BAFTA einbrachte. In erster Ehe war Audran mit Jean-Louis Trintignant verheiratet, den sie während ihrer Schauspielausbildung kennengelernt hatte. Die Ehe war von kurzer Dauer, Trintignant hatte sich bei den Dreharbeiten von „Und immer lockt das Weib“ in Brigitte Bardot verliebt. Ihre ersten Auftritte bestritt  Audran  im Theater, jedoch mit wenig Erfolg. Erst der Film "Zwei Freundinnen" von Chabrol im Jahr 1968 machte ihren Namen der breiten Öffentlichkeit bekannt.  Audran gewann für ihre Rolle als bisexuelle Frau bei den Berliner Filmfestspielen den Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin.  Tsp/dpa

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