Ira Sachs: Milde Klaustrophobie

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Fragebogen zur Berlinale : Lars Eidinger und der zweite Filmriss seines Lebens
Regisseur Ira Sachs.
Regisseur Ira Sachs.Foto: dpa

Im Kino sitze ich am liebsten ...

... am Gang. Ich habe milde Klaustrophobie und weiß gerne, dass ich rausgehen kann, wenn es nötig wird.

Ein Film, der mein Leben verändert hat:
Schon während des Sehens von „Avant que j’oublie“ von Jacques Nolot wusste ich: Ich hatte neuen Mut gefunden, meine eigenen, ganz persönlichen Geschichten zu erzählen.

Eine starke Filmszene aus dem letzten Jahr:
Fast jede aus Sean Bakers „Tangerine“. Den Film habe ich mit einem riesigen Lächeln gesehen, seine Authentizität und den Plot bewundert. Wie John Hustons „Fat City“, verfilmt von Robert Altman.

Ein Event, das ich auf keinen Fall verpassen will:
Mein ganzes Erwachsenenleben lang habe ich darauf gewartet, Alexander Kluge auf der großen Leinwand zu sehen – also freue ich mich sehr auf „Abschied von gestern“ in der Retrospektive.

Berlinale 2016 - Der Wettbewerb
24 WochenDas zweite Kind der Kabarettistin Astrid und ihres Mannes und Managers Markus wird, wie das Paar erfährt, nicht gesund zur Welt kommen. Zwischen anfänglichem Optimismus und wachsenden Sorgen erkennt Astrid, dass sie allein eine aller Leben betreffende Entscheidung treffen muss. Vor drei Jahren hatte die in Erfurt geborene Anne Zohra Berrached mit „Zwei Mütter“ ihr Debüt auf der Berlinale, mit ihrem Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg stellt sie nun den einzigen deutschen Beitrag im Wettbewerb. D, 102 Min., R: Anne Zohra Berrached, D: Julia Jentsch, Bjarne Mädel, Johanna Gastdorf, Maria DragusWeitere Bilder anzeigen
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02.02.2016 15:1124 WochenDas zweite Kind der Kabarettistin Astrid und ihres Mannes und Managers Markus wird, wie das Paar erfährt, nicht gesund...

Meine erste Berlinale:
1997 auf dem Filmmarkt mit meinem ersten Spielfilm, „The Delta“, mein erster Besuch in Deutschland. Ich fühlte mich wie ein Erstklässler. Alle schienen sich zu kennen.

Ein Festival-Erlebnis, das ich nie vergessen werde:
Der Teddy 2012 für „Keep the Lights on“.

Welchem Helden aus der Filmgeschichte wäre ich am ehesten ähnlich?
Ben Gazzara in „Killing of a Chinese Bookie“. Ich gebe mein Bestes, um ehrlicher Makler zu bleiben im Tingeltangel der Filmindustrie.

Mein Berlinale-Überlebensmittel:
Schnell herausfinden, wo man mittags gut und günstig essen kann.

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