Geschlossene Berliner Clubs : Sommerpause für #UnitedWeStream

Die mit dem Stream verbundene Spendenaktion brachte allein für Berlin knapp 500.000 Euro ein. Nach drei Monaten täglicher Musikübertragungen macht #UnitedWeStream jetzt Sommerpause.

Die Initiative „United We Stream“, hier gestreamt vom Neuköllner Klunkerkranich, macht Sommerpause.
Die Initiative „United We Stream“, hier gestreamt vom Neuköllner Klunkerkranich, macht Sommerpause.Foto: Doris Spiekermann-Klaas TSP

Nach drei Monaten täglichen Musikübertragungen aus den coronabedingt geschlossenen Berliner Clubs geht #UnitedWeStream in eine Sommerpause. Gleichzeitig sollen das Debattenformat „United We Talk“ und die weltweiten Musikstreams weiter gesendet werden, wie die Clubcommission Berlin am Montag mitteilte. 

„Die Initiative schaut zurück auf drei erfolgreiche Monate Musikkulturstreaming aus Clubs in Berlin und weltweit“, hieß es in der Mitteilung. Die Sendepause sei vom 19. Juni an vorgesehen.

„Wir bleiben dran und setzen uns weiter für den Erhalt eines wichtigen Teils weltweiter Kultur ein, der durch diese global ausgerollte Kampagne eine selten erreichte Sichtbarkeit bekommen hat.“ Die mit dem Stream verbundene Spendenaktion brachte allein für Berlin knapp 500.000 Euro ein.

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Wann die Clubs wieder öffnen dürfen, bleibt weiter nicht absehbar. „Die damit verbundene Planungsunsicherheit und Herausforderung für die ohnehin bedrohte Clubkultur in Berlin wächst weiter“, hieß es. Um Clubkultur langfristig zu sichern, brauche es weiter Aufmerksamkeit.

Laut Clubcommission sahen bisher mehr als 30 Millionen Menschen die Musikstreams aus etwa 200 Locations in weltweit 50 Städten. Beteiligt waren dabei mehr als 700 Künstlerinnen und Künstler sowie gut 100 ehrenamtliche Helfer.

Bei den Streams wurde in zahlreichen angesagten Clubs aufgelegt. Von „Watergate“ bis „Gretchen“ wurde gestreamt, „Tresor“, „Alte Münze“, „Griessmühle“, „Wilde Renate“ oder „KitKatClub“ waren dabei. Den Abend im „Kater Blau“ etwa verfolgten allein 383.000 Fans. Zudem kamen Streams aus Detroit, Amsterdam, Paris, Dubai, Belgrad, Hamburg, München, Leipzig oder Dresden. (dpa)

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