Half Alive, Vanishing Twin, Tora : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker*nnen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Half Alive, Vanishing Twin, Tora und Marika Hackman.

Musik für den Augenblick. Die Band Half Alive.
Musik für den Augenblick. Die Band Half Alive.Foto: Sergio Necoechea

Half Alive: Now, Not Yet (RCA)

Der junge US-Amerikaner Josh Taylor wollte in sieben Monaten fünfzig Songs schreiben. Das schaffte er. Aus Quantität wurde Qualität, aus Josh Taylor (plus Freunden) eine Band und aus einer Fülle von Material ein kompaktes Album voller Hits. Musik für den Augenblick, nicht für die Ewigkeit. Fanny Tanck, Kulturjournalistin

Vanishing Twin: The Age Of Immunology (Fire)

Die Erwachsenen leben in Angst und bauen Mauern, schüren Hass auf das Fremde. Dagegen stehen Bands wie Vanishing Twin aus London. Cathy Lucas schreibt düstere Lieder, die viel interessanter klingen, als was sonst so in der Streamingwelt geboten wird. Eine echte Entdeckung. Andreas Müller, Moderator

Tora: Can't Buy The Mood (Eightydays)

Eine Band als Reise-Gemeinschaft, so bewegen sich vier junge Männer aus der australischen Provinz um die Welt. Mehr als ein schmales Drumset und Keyboards brauchen sie nicht für ihre geschmeidigen Popsongs. Ihr Lonely-Planet-Pop denkt in Wunschräumen, die in jedem Reiseführer stehen. Kai Müller, Tagesspiegel

Marika Hackman: Any Human Friend (Sub Pop)

Zwei Frauen begehren einander, lieben und trennen sich, hinterlassen einen Scherbenhaufen. Ein Album entsteht, das von Sex und Schmerz, Selbstzweifeln, von aufgeladenen und erschöpften Körpern erzählt – scharfkantig, humorvoll, queer, feministisch. Ein befreiendes, cleveres Popalbum. Steen Lorenzen, Radio Eins

Neue Alben, Konzerte, Club-Adressen: www.tagesspiegel.de/pop

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