Kanye West, Father John Misty, Lump : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Kanye West, Father John Misty, Oneohtrix Point Never und Lump.

Kanye West hat zuletzt auf Twitter für Furore gesorgt, jetzt kommt sein neues Album.
Kanye West hat zuletzt auf Twitter für Furore gesorgt, jetzt kommt sein neues Album.Foto: picture alliance / dpa / Justin Lane

Kayne West: Ye Vs. The People (Universal)

In den letzten Monaten hat Kanye West sein Smartphone fortgeworfen – und dann doch mehr getwittert als Donald Trump. Genau hier knüpft „Ye Vs. The People“ an: In einem politischen Zwiegespräch mit dem Rapper T.I. verkündet West über ein The-Four-Tops-Sample: „But ever since Trump won, it proved that I could be president.“ Torsten Groß, Moderator

Father John Misty: God’s Favorite Customer (PIAS)

Josh Tillman beherrscht die ironische Pointe. 2012 erfand er Father John Misty, sein spöttisches, mit Vorliebe in 70er-Jahre- Harmonien und AOR-Midtempo schwelgendes Alter-Ego. Auf dessen viertem Album geht es nun um seine bitterböse Sicht auf eine gescheiterte Beziehung. Annett Scheffel, Musikexpress

Oneohtrix Point Never: Age Of (Label)

Dies sei das erste Album, bei dem sich Daniel Lopatins Mutter nicht um ihn sorgte, sagt der als Oneohtrix Point Never arbeitende Musiker, Komponist und Produzent. „Age Of“ ist tatsächlich sein zugänglichstes Werk und trotzdem verstörender Glitch-Pop, verwehter Wahnsinn, hypnotischer Mutanten-R&B. Daniel Koch, Intro

Lump (Dead Oceans)

Laura Marling wurde als Folk-Stimme der iPod-Generation berühmt und geriet darüber in die Krise. Mike Lindsay gilt als versponnenes Acid- Genie. Sie taten sich für sechs Songs zusammen, die das Beste aus zwei Welten vereinen: ihren Sinn für Melodien und seinen für futuristische Arrangements. Daraus spricht die Sehnsucht einer früh erschöpften kreativen Elite nach Ruhe. Kai Müller, Tagesspiegel

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